No-Poo-Bewegung – Hollywood stinkt vom Kopf her

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No-Poo-BewegungHollywood stinkt vom Kopf her

«No-Poo» heißt der neue Beauty-Trend der Stars. Gemeint ist Haarewaschen ohne Shampoo – und das auch noch möglichst selten. Diese Promi-Köpfe stehen auf fettige Mähne.

Keystone/Remy de la Mauviniere

Bereits Anfang Jahr zog das Grüsel-Geständnis auf Jacquelyn Baers' Blog «LittleOwlCrunchyMomma» einen medialen Aufschrei zwischen Neugier und Abscheu nach sich: Seit fast vier Jahren hatte sich die Amerikanerin ihre Haare nicht mehr gewaschen, weil sie ihrem schwangeren Körper die Chemikalien in Shampoos nicht zumuten wollte. Und siehe da: Im Erfahrungsbericht freut sich die Bloggerin über die verbesserte Dichte, Geschmeidigkeit und den Glanz ihrer neuen Haarpracht.

Die Natur übernimmt die Pflege

Was viele für einen Witz hielten, ist jetzt bittere (bzw. müffelnde) Wahrheit unter Stars und Sternchen. Laut dem «Ok!»-Magazin sollen sich inzwischen u. a. die Olsen-Zwillinge, «Twilight»-Star Robert Pattinson, Sängerin Adele und selbst Super-Blondie Jessica Simpson das Geld für Shampoo sparen.

Die weitverbreitete Meinung lautet: Chemische Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten sind schlecht für den Körper. Nach einer fettigen Umgewöhnungs-Phase soll sich angeblich das Gleichgewicht der Kopfhaut neu einpendeln und letztendlich die natürlichen Öle die Pflege der Mähne übernehmen.

Ganz ohne gehts dann doch nicht

Anders sieht das allerdings Davide Perruso, Top-Stylist bei Promi-Coiffeur Valentino. Der Haar-Experte erklärt: «Die Kopfhaut bildet mit der Zeit einen Säureschutzmantel, der die Poren verstopft. Das kann – neben ungepflegtem Aussehen – zu Reizungen und Jucken führen. Tägliches Waschen ist zwar auch nicht gesund, einmal die Woche ist aber das Minimum. Außerdem können die richtigen Pflegeprodukte ja auch bei anderen Problemen der Kopfhaut, wie zum Beispiel Schuppen, helfen.»

Hardcore-fettig oder Light-Version

Auch bei diesem haarigen Trend gibt es Hardcore-Anhänger und Softies – Letztere halten es dann doch nicht ganz ohne Hilfsmittel aus: Einige schwören auf eine Kombination aus einer Backpulverlösung und Zitronenwasser.

«Das Waschen mit Backpulver ist nicht schädlich, aber überflüssig. Die Zitronenlösung hat positive, aber auch negative Nebeneffekte: Einerseits kann sie Glanz verleihen, andererseits trocknet die Säure das Haar aus», weiß Perruso.

Ob mit oder ohne natürliche Helferchen – das eine oder andere Promi-Näschen wird sich bei diesem Grüsel-Trend sicher rümpfen.

(L'essentiel)

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