Eurostat-Daten: Homeoffice-Anteile in EU-Staaten unterscheiden sich deutlich – Luxemburg weit vorne
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Eurostat-DatenHomeoffice-Anteile in EU-Staaten unterscheiden sich deutlich – Luxemburg weit vorne

Die Pandemie hat den Anteil der Tage, die Beschäftigte im Homeoffice verbracht haben, nach oben getrieben. Im EU-Vergleich zeigen sich aber deutliche Unterschiede.

Sebastian Gollnow/dpa

Beim Arbeiten im Homeoffice hat Luxemburg im vergangenen Jahr deutlich über dem EU-Schnitt gelegen. 45,4 Prozent arbeiteten laut Daten des EU-Statistikinstituts Eurostat «manchmal» oder «gewöhnlich» von zu Hause. In den Niederlanden (54 Prozent) und Schweden (46,5 Prozent) war der Anteil am höchsten, während in Bulgarien (6,5 Prozent), Rumänien (6,6 Prozent) und Zypern (12,6 Prozent) nur wenige von zu Hause aus tätig waren.

Im Durchschnitt der 27 EU-Staaten arbeiteten mit 24,2 Prozent etwas weniger der Erwerbstätigen im Homeoffice als in Deutschland, das nur leicht über dem Schnitt der EU-Staaten gelegen hat. Fast ein Viertel (24,8 Prozent) der Erwerbstätigen erledigte 2021 seinen Job zumindest gelegentlich von zu Hause – dennoch ein Rekord, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Erwerbstätige, die von zu Hause aus arbeiten, als Prozentsatz der gesamten Beschäftigung.

Erwerbstätige, die von zu Hause aus arbeiten, als Prozentsatz der gesamten Beschäftigung.

Eurostat

Corona-Maßnahmen wie die Homeoffice-Pflicht in Deutschland führten demnach dazu, dass sich der Anteil gegenüber dem Vor-Corona-Niveau 2019 fast verdoppelte (12,8 Prozent). Für zehn Prozent der Berufstätigen waren die eigenen vier Wände im vergangenen Jahr sogar an jedem Arbeitstag das Büro. Die Nutzung des Homeoffice ist indes stark branchenabhängig.

Mit dem Ende der gesetzlichen Pflicht für Arbeitgeber, Homeoffice anzubieten, sind viele Beschäftigte an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Bei deutschen Grenzgängern in Luxemburg endet zudem am 30. Juni die unbegrenzte Telearbeit. Danach gilt wieder die 19-Tage-Grenze, ohne dass das Einkommen anteilig in Deutschland besteuert werden muss.

(mei/L'essentiel/dpa)

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