Luxemburg – Homeoffice und Demos schmälern Schlussverkauf

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LuxemburgHomeoffice und Demos schmälern Schlussverkauf

LUXEMBURG – Zwar ist die Bilanz des Schlussverkaufs nach Ansicht der Einzelhändler zufriedenstellend, doch wirklicher Aufschwung hat noch nicht eingesetzt.

Nach dem Schlussverkauf räumen die Verkäuferinnen die Regale wieder auf.

Nach dem Schlussverkauf räumen die Verkäuferinnen die Regale wieder auf.

L'essentiel/Vincent Lescaut

«Die ersten drei Samstage des Schlussverkaufs wurden durch die Demonstrationen gegen die Gesundheitsmaßnahmen stark beeinträchtigt», sagten die Händler, die wir gestern in der Groussgaass in Luxemburg befragt haben, einstimmig.

«Wir haben an diesen drei Tagen 50 Prozent der Passanten eingebüßt», so die Verkäuferin eines Bekleidungsgeschäfts. «Wir haben auch ein Ladenlokal im Einkaufszentrum Cloche d'Or. Wir haben unsere Zahlen verglichen und der Unterschied ist eklatant. Sie hatten eine normale Besucherzahl. Am jetzigen Samstag, dem letzten Tag des Schlussverkaufs, war der Marsch allerdings klein und wir hatten viele Kunden».

«Wir hatten mehr erwartet»

«Nicht nur, dass einige Kunden durch die Demonstrationen eingeschüchtert waren und Angst hatten, den Laden zu verlassen – andere hatten Bedenken wegen der jüngsten Raubüberfälle im Zentrum», fügte eine Verkäuferin in einem anderen Bekleidungsgeschäft an.

Auch die Telearbeit verhindere den Aufschwung. «Vor Corona kaufte meine Kundschaft – junge Berufstätige – Kleidung in großen Mengen für die Arbeit, zum Ausgehen, für den Urlaub usw.», fährt sie fort. «Jetzt kaufen sie weniger, dafür bequemer und haben ihre Wintermäntel kaum abgenutzt». «Wir haben ganz gut verkauft, aber wir hatten mehr erwartet», resümiert eine andere Händlerin.

(sg/L'essentiel)

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