Streit mit Orange – Howald wehrt sich gegen 5G-Antenne an der Schule
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Streit mit OrangeHowald wehrt sich gegen 5G-Antenne an der Schule

HOWALD – Der Antrag des Mobilfunkbetreibers Orange, eine 5G-Antenne auf der Kirche in Howald zu installieren, sorgt in der Gemeinde Hesperingen für Unmut.

Die Kinder der Grundschule Howald-Plateau protestieren gegen die 5G-Antenne.

Die Kinder der Grundschule Howald-Plateau protestieren gegen die 5G-Antenne.

L'essentiel

Auch wenn von der Spitze des Glockenturms der Notre-Dame de la Miséricorde in Howald bereits mehrere Antennen senden, ist der Bürgermeister von Hesperingen, Marc Lies (CSV), von den Plänen des Mobilfunkbetreibers Orange, einen weiteren 5G-Mast auf dem Turm zu errichten, überhaupt nicht begeistert. «Wir sind ausdrücklich dagegen und werden das auf keinen Fall genehmigen», schimpft er.

«Orange hat eine Kommodo-Prozedur eingeleitet, die nicht zu stoppen ist», so Marc Lies weiter. Die zuständigen Behörden müssen also Vor- und Nachteile des Sendemastes gegeneinander abwägen und entscheiden. Orange seinerseits bestätigt das auf Anfrage und gibt an, immer die Richtlinien der Behörden bei der Implementierung ihres Netzwerks zu respektieren. Gegessen ist das Thema damit allerdings nicht, denn an die betroffene Kirche grenzt an die Schule Howald-Plateau und liegt laut Aussage einiger Eltern damit «nicht im uneingeschränkten Machtbereich des Betreibers Orange».

Bis zum heutigen Donnerstag können die Eltern Beschwerde einreichen – was sich die ein oder anderen nicht nehmen lassen wollen. «Wir sind keine Wissenschaftler oder Telefonprofis, aber wir denken, dass es bessere Standorte gibt als vor einer Schule. Wir sind nicht gegen 5G, aber es geht ums Prinzip der Vorsicht», sagt Annabelle, Mutter eines Schulkindes. Am 26. April werde sich der Gemeinderat zu dem Thema äußern. «Die Gemeinde lässt uns zu Wort kommen, wir hoffen, das wird konstruktiv», fügt Maylis hinzu. Wie die Sache weitergeht, bleibt also abzuwarten.

(fl/L'essentiel)

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