HSV-Legende übernimmt – HSV schmeißt Trainer Thioune raus
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HSV-Legende übernimmtHSV schmeißt Trainer Thioune raus

Weil das Saisonziel Aufstieg erneut in Gefahr ist, hat sich der HSV nun doch von Cheftrainer Daniel Thioune getrennt. Vorerst übernimmt Vereinsikone Horst Hrubesch.

Daniel Thioune muss seinen Posten mit sofortiger Wirkung räumen.

Daniel Thioune muss seinen Posten mit sofortiger Wirkung räumen.

DPA/Christian Charisius

Vereinslegende Horst Hrubesch soll den strauchelnden HSV doch noch zum Bundesliga-Aufstieg führen. Der Fußball-Zweitligist aus Hamburg gab am Montag die Trennung von Cheftrainer Daniel Thioune bekannt und setzt in den verbleibenden drei Saisonspielen auf den aktuellen Nachwuchschef und früheren Nationalstürmer Hrubesch.

«Zunächst einmal geht es darum, die Köpfe der Spieler freizubekommen. Zuletzt hat die Mannschaft leider oft unter Wert gespielt», sagte der 70 Jahre alte Hrubesch. «Wir müssen alles daran setzen, den Mist, den wir verbockt haben, wieder geradezurücken.» Thioune war erst zu Saisonbeginn vom VfL Osnabrück gekommen. Sein Vertrag war bis Sommer 2022 datiert. Doch unter der Regie des 46-Jährigen gelangen dem HSV in bislang 14 Spielen der Rückrunde nur drei Siege und 16 Punkte.


Er soll das Hamburger Wunder schaffen: HSV-Legende Horst Hrubesch.

Die Mannschaft verfüge «über eine andere Qualität, die wir jetzt in den verbleibenden Spielen auf den Platz bringen müssen. Ich werde viele Gespräche führen, reinhören und versuchen, ein paar Akzente zu setzen», sagte Hrubesch. Er stellte zugleich klar, dass er nur bis zum Saisonende den Posten übernehme und dann in seinen Job als Chef des HSV-Nachwuchsleistungszentrums zurückkehre.

Laut HSV-Mitteilung wurde die Mannschaft am Montagvormittag unter anderem von Sportvorstand Jonas Boldt über die Entscheidung informiert. Am Montagnachmittag sollte die erste Trainingseinheit unter der Regie Hrubeschs stattfinden.

Hrubesch soll Selbstvertrauen schenken

Hrubesch soll helfen, für größeres Selbstvertrauen in der Mannschaft zu sorgen, damit diese die minimale Aufstiegschance noch wahrnehmen kann. Der HSV ist derzeit Tabellendritter mit 52 Punkten hinter dem VfL Bochum (60) und Greuther Fürth (57). Die Mannschaft des Viertplatzierten Holstein Kiel (50) hat noch drei Nachholspiele zu bestreiten und kann den HSV vom Relegationsrang verdrängen.

Bei einem Scheitern könnte es auch für Boldt im Sommer eng werden. Auf jeden Fall ist es die letzte Chance, den dringend benötigten Stimmungswechsel herbeizuführen. Eigentlich wollte der 39-Jährige beim HSV für Ruhe und Kontinuität sorgen und dem als Entwickler geholten Thioune die nötige Zeit zum Aufbau eines Teams mit Perspektive geben.

«Ich brauche keine Kennenlernphase.»

«Wir hatten am Wochenende viele interne Gespräche. Und irgendwann haben wir dann auch über Traineralternativen gesprochen», verriet Hrubesch und bekräftigte: «Bei nur drei oder maximal fünf verbleibenden Spielen machen andere Lösungen nicht viel Sinn. Ich brauche keine Kennenlernphase.»


(L'essentiel/DPA)

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