Mate Xs – Huaweis neues 2500 Euro Falt-Smartphone

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Mate XsHuaweis neues 2500 Euro Falt-Smartphone

Das Mate Xs ist das erste Falthandy von Huawei, das außerhalb von China erhältlich sein wird. Es wirkt solid, es gibt aber mehr als einen Haken.

An employee displays the Huawei Mate Xs to the media during a photocall for the launch of the new foldable smartphone in London on February 18, 2020. - lo (Photo by Tolga AKMEN / AFP)

An employee displays the Huawei Mate Xs to the media during a photocall for the launch of the new foldable smartphone in London on February 18, 2020. - lo (Photo by Tolga AKMEN / AFP)

AFP/Tolga Akmen

Huawei hat diese Woche ein neues Falthandy vorgestellt: das Mate Xs. Es ist der Nachfolger des Mate X, das im Februar 2019 enthüllt, dann aber nur innerhalb von China lanciert wurde. Das Mate Xs ist somit Huaweis erstes Faltphone, das außerhalb von China erhältlich ist.

Im Gegensatz zu den Falt-Handys von Samsung oder Motorola hat das Mate Xs einen Bildschirm, der sich von außen um das Gerät herumwickelt. Man öffnet das Mate Xs also nicht wie ein Buch, wie es bei den Geräten der Konkurrenz der Fall ist. Dies führt dazu, dass die Bildschirmhälften auch in zugeklapptem Modus einzeln verwendet werden können. Ein Mini-Außenbildschirm wie beim Galaxy Z Flip ist daher nicht nötig.

Smartphone oder Tablet?

Zugeklappt trumpft das Gerät noch immer mit einem 6,6-Zoll-Hauptbildschirm und einem 6,38-Zoll-Zweitbildschirm auf. Klappt man das Handy ganz auf, hält man einen 8-Zoll-Bildschirm in der Hand. Das ist groß genug, um es als Tablet durchgehen zu lassen.

Das sogenannte «Falcon Wing»-Scharnier, das schon beim Mate X zum Einsatz kam, wurde nochmals überarbeitet. Der erste Eindruck: Das Handy wirkt nicht filigran. Der Falt-Mechanismus ist robust, reibungslos und durchdacht. Zugeklappt ist das Telefon elf Millimeter dick.

Drag und Drop

Auf dem aufgeklappten Bildschirm können mehrere Apps simultan benutzt werden. Konkret bedeutet dies, dass bis zu zwei Apps nebeneinander geöffnet werden können und eine dritte App losgelöst über den anderen beiden Apps schwebt.

Das Drag-und-Drop-Kopieren von Bildern, Texten und weiteren Inhalten ist damit sehr einfach. Möchte man ein Foto aus der Bildergalerie per E-Mail versenden, muss man also lediglich die Apps gleichzeitig öffnen und das Bild in das E-Mail-Fenster hineinziehen. Praktisch.

Kameras und Akku

Das Smartphone ist 5G-kompatibel und verfügt über zwei separate Batterien, die zusammengerechnet zu einem 4500-mAh-Akku führen. Dieser ist mit einer schnellen Ladefunktion ausgestattet, die das Gerät innerhalb 30 Minuten bis zu 85 Prozent auflädt. Alternativ kann das Telefon kabellos geladen werden.

Das Mate Xs hat vier untereinander angeordnete Kameras. Darunter befindet sich eine 40-MP-Hauptkamera, eine 16-MP-Weitwinkelkamera, ein 8-MP-Teleobjektiv und eine 3-D-Tiefenerkennungskamera. Diese arbeiten mit einer AI-Software zusammen, was einen bis zu 30-fachen Zoom und Bildstabilisation erlaubt.

Der Haken

Grundsätzlich handelt es sich beim Mate Xs um ein solides Faltphone, das Anbietern wie Samsung und Motorola Konkurrenz machen könnte – wären da nicht zwei Knackpunkte. Zum einen hat man auf Huawei-Telefonen aufgrund der Sperre in den USA keinen Zugriff auf Google-Services. Zwar läuft das Android-Betriebssystem auf dem Gerät, man kann darauf aber keine Apps wie Youtube, Gmail oder den Playstore installieren.

Der zweite Grund, weshalb es sich viele Leute wohl zweimal überlegen werden, dieses Smartphone zu kaufen, ist der Preis. Dieser ist bei 2499 Euro angesetzt. Das Gerät ist somit 1000 Euro teurer als das Galaxy Z Flip oder das Motorola Razr. Ab Mitte März soll das Handy in Deutschland zu haben sein.

(L'essentiel/doz)

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