«Es tut mir leid» – Hürdenläufer stolpert vor Tokio über Dopingtest

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«Es tut mir leid»Hürdenläufer stolpert vor Tokio über Dopingtest

Der Hürdenläufer Kariem Hussein wird kurz den Olympischen Spielen in Tokio bei einer Dopingkontrolle positiv getestet. In einem Video erklärt sich der Schweizer.

«Das ist der schwerste Post meines Lebens», beginnt Kariem Hussein seine Video-Nachricht. «Mein Traum von den Olympischen Spielen in Tokio ist geplatzt. Seit letztem Freitag weiß ich: Das Resultat einer Dopingkontrolle an den Schweizer Meisterschaften hat eine für Wettbewerbe unzulässige Substanz angezeigt.» Der Hürdenläufer betont, dass die Substanz zwar fürs Training, nicht aber für den Wettkampf zulässig sei.

Mit der Einnahme einer Gly-Coramin Lutschtablette nach dem Finallauf der nationalen Meisterschaft sei ihm dieser folgenschwerer Irrtum unterlaufen, der nun eine Sperre von neun Monaten nach sich zieht. «Es war nie meine Absicht, unerlaubte Substanzen zu nehmen. Ich war fest davon überzeugt, dass ich nichts Unrechtes tue», schreibt Hussein weiter. «Es liegt in meiner Verantwortung und ich trage die Konsequenzen. Für alle, die immer an mich geglaubt und mich unterstützt haben, tut es mir unendlich leid. Aber wer mich kennt, weiß, ich mache weiter.»

«Ein folgenschwerer Irrtum, eine Unachtsamkeit»

Der 32-Jährige hatte gegen die provisorische Sperre Einsprache erhoben, diese wurde jedoch abgewiesen. «Er akzeptiert die Entscheidung des Präsidenten der Disziplinarkammer. Es ist der einzige Verstoß in der langjährigen Karriere mit über 60 Dopingkontrollen des Athleten», heißt es in einer Medienmitteilung Husseins.

Hussein übernimmt die Verantwortung für seinen Irrtum: «Ich bin es gewohnt, alle Hürden zu nehmen, über diese bin ich unerwartet gestolpert. Ein folgenschwerer Irrtum, eine Unachtsamkeit — in diesem Fall bin ich an meinem eigenen Anspruch an Perfektion gescheitert.» Er bitte alle, die ihn in den vielen Jahren unterstützt haben, um Verzeihung, heißt es weiter.

(L'essentiel/law)

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