Kräftiger Wirbelsturm – Hurrikan «Irene» bedroht US-Ostküste

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Kräftiger WirbelsturmHurrikan «Irene» bedroht US-Ostküste

Der heftige Tropensturm «Irene» fegt über die Bahamas hinweg, er entwurzelt Bäume und reisst Hausdächer mit. An der US-Ostküste werden bereits bedrohte Orte evakuiert.

Auf seinem Weg durch die Karibik hat der Hurrikan «Irene» am Mittwoch an Stärke gewonnen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde fegte der Wirbelsturm über die Bahamas hinweg und richtete Verwüstungen an.

Bäume wurden entwurzelt und Dächer abgedeckt, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Am meisten bedroht waren einige kleinere, dünn besiedelte Inseln. Berichte über Verletzte oder Tote lagen nach Angaben von Ministerpräsident Hubert Ingraham zunächst nicht vor.

Das volle Ausmaß der Schäden werde sich vermutlich erst am Freitag abschätzen lassen, wenn der Sturm der Kategorie drei die Bahamas hinter sich gelassen habe, sagte Ingraham.

US-Ostküste wappnet sich

Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami dürfte «Irene» Windgeschwindigkeiten von bis zu 217 Kilometern erreichen und auf einen Hurrikan der Kategorie vier hochgestuft werden. Der Hurrikan bewegte sich in Richtung der dicht bevölkerten US-Ostküste, wo erste Vorkehrungen getroffen wurden.

Im US-Bundesstaat North Carolina begannen die Behörden mit den Evakuierungen bedrohter Orte. Touristen im beliebten Strandressort Outer Banks wurden in Sicherheit gebracht. Die Behörden ordneten zudem die Evakuierung der vorgelagerten Touristeninseln Ocracoke und Hatteras an. «Das wird ein sehr grosser Sturm, deshalb nehmen wir ihn sehr ernst», sagte Gouverneur Bev Perdue.

Den Vorhersagen zufolge könnte das Auge des Hurrikans am Samstag nahe Cape Hatteras in North Carolina eintreffen. Am Sonntag wird der Sturm am östlichen Ende von Long Island in New York sowie in New England erwartet.

(L'essentiel online/dapd)

Drei Tote in der Dominikanischen Republik

Der Hurrikan «Irene» hat in der Dominikanischen Republik mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Es gebe zudem mehrere Vermisste, berichteten örtliche Medien am Donnerstag unter Berufung auf die Notfallzentrale CEO in der Hauptstadt Santo Domingo. Der Wirbelsturm habe das Land auf dem Weg in Richtung US-Küste zwar nicht direkt getroffen, aber heftige Regenfälle ausgelöst.(dpa)

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