Sinkende Zahlen – Hype um «Pokémon Go» hat Zenit überschritten

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Sinkende ZahlenHype um «Pokémon Go» hat Zenit überschritten

Die «Pokémon Go»-Nutzungszahlen befinden sich auf Talfahrt. Analysten prophezeien dem Game und Augmented Reality im Allgemeinen nichts Gutes.

Am 6. Juli kam Nintendos erstes Mobile-Game «Pokémon Go» in den USA, Australien und Neuseeland auf den Markt. Zehn Tage später fielen die kleinen Monster auch in Luxemburg ein. Seitdem wurden sowohl die Straßen wie auch zahlreiche Schlagzeilen von Pikachu, Taubsi und Dragorans bestimmt.

Jene, die sich schon länger über den Hype nerven, können laut dem US-Marktforschungsunternehmen Axiom Capital Management jetzt aufatmen – die Zahlen an Downloads, aktiven Nutzern sowie die täglich mit der App verbrachte Zeitspanne befinden sich auf dem Abwärtskurs.

Ist Augmented Reality bald uninteressant?

Besonders erleichtert dürften laut der Analysten allerdings die Führungsriege sowie Investoren von Facebook, Instagram, Tinder, Twitter und Snapchat sein. «Der rapide Nutzeranstieg von ‹Pokémon Go› seit dem Launch im Juli hat bei den Investoren die Angst ausgelöst, dass das neue Nutzungserlebnis anderen Mobile-Apps die Aufmerksamkeit rauben würden», sagte Senior-Analyst Victor Anthony gegenüber Bloomberg.com.

Tatsächlich verbrachten die Spieler kurz nach dem Launch mehr Zeit mit Monsterfangen als mit den sonstigen Spitzenreitern Twitter, Snapchat und sogar Facebook. Sollten die «Pokémon Go»-Zahlen weiterhin auf Talfahrt bleiben, prophezeien die Spezialisten dem Mobile-Game jedoch nur noch ein kurzes Leben.

Das Gleiche soll auch für Augmented Reality im Allgemeinen gelten. «Die Google-Trends-Daten zeigen bereits schwindendes Interesse in Sachen Augmented Reality, im Gegensatz zu allem, was mit Virtual Reality zu tun hat», so Anthony.

(L'essentiel/lia)

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