Luxemburg: «Ich fahre fast gar nicht mehr mit dem Auto»
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Luxemburg«Ich fahre fast gar nicht mehr mit dem Auto»

LUXEMBURG – Die Spritkosten steigen und steigen. Viele Bürger wollen ihr Auto deshalb öfter stehen lassen und setzen stattdessen auf Alternativen.

von
Frederic Lambert
Remy und Bianca wollen in Zukunft ihr Auto häufiger stehen lassen und anderweitig ans Ziel kommen.

Remy und Bianca wollen in Zukunft ihr Auto häufiger stehen lassen und anderweitig ans Ziel kommen.

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Angesichts der ständig steigenden Benzinpreise ist eine Änderung der Art und Weise, wie man sich fortbewegt, ein Teil der Lösung – auch wenn man damit alte Gewohnheiten durcheinander bringt. «Ich fahre fast gar nicht mehr mit dem Auto», sagt Bianca aus Differdingen und ergänzt: «Eigentlich wollte ich auch mit dem Auto in Urlaub nach Italien fahren. Jetzt fliege ich aber.» Remy aus Bartringen fährt neuerdings lieber mit dem Zug: «Dass die öffentlichen Verkehrsmittel im Großherzogtum kostenlos sind, ist da schon sehr praktisch».

Jean-Charles, der in Sierck-les-Bains im Département Moselle wohnt, ist am Dienstag für einen neuen Reisepass nach Luxemburg gefahren. «Ich versuche, so wenig wie möglich zu fahren», sagt er. In Schengen sei er vom Auto auf den Bus umgestiegen, um in die Hauptstadt zu kommen. «Ich habe dadurch zwar Zeit verloren, aber weniger Geld. Ich möchte meine Fahrten besser planen, und mich nicht einfach ins Auto setzen. Die Kraftstoffpreise werden noch weiter steigen und das verheißt nichts Gutes für die Zukunft».

Julianne ist Lehrerin in Lexy und versucht, kürzere Strecken zu fahren und häufiger die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen: «Für den Weg zur Arbeit will ich öfter Fahrgemeinschaften nutzen oder mein Fahrrad nehmen.» Das Auto sei aber oft immer noch die beste Lösung. «Wenn ich in Urlaub fahre, will ich mir etwas gönnen. Da ist mir der Preis egal», so Lexy.

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