Jonk Fuerscher – «Ich habe mein Wissen über KI von Youtube»
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Jonk Fuerscher«Ich habe mein Wissen über KI von Youtube»

LUXEMBURG – Der 17-jährige Elias Fizesan hat einen Preis für ein Gerät gewonnen, das durch Hustenvibrationen den Gesundheitszustand von Asthma-Patienten diagnostizieren kann.

Der 17-jährige Elias Fizesan hat die Corona-Pandemie für ehrgeizige Forschungsprojekte genutzt.

Der 17-jährige Elias Fizesan hat die Corona-Pandemie für ehrgeizige Forschungsprojekte genutzt.

«Zu Beginn der Pandemie habe ich angefangen, viel über Atemwegserkrankungen zu lesen. Ich habe gelernt, dass einer von drei Menschen, bei denen Asthma diagnostiziert wurde, eigentlich kein Asthma hat», erklärt der 17-jährige Elias Fizesan. Anschließend entwickelte der Teenager ein kleines Gerät, das in der Lage ist, den Gesundheitszustand von Asthma-Patienten zu diagnostizieren und zu überwachen, indem es auf der Brust platziert wird. Das Gerät sammelt Daten über Hustenvibrationen.

Im nationalen «Jonk Fuerscher»-Wettbewerb hat Elias Fizesan die Jury überzeugt und wurde für die amerikanische Wissenschaftsmesse Regeneron ISEF ausgewählt. Von dort brachte der engagierte 17-Jährige schließlich den dritten Preis in Biomedizintechnik für das Großherzogtum mit nach Hause. «Ich habe mich sehr gefreut, ich habe oft davon geträumt, dabei zu sein», sagt der ehemalige Schüler der Europäischen Schule in Luxemburg, der jetzt an der St. Paul's School in London studiert. Konkret sammelte Elias Daten über seine Website recordacough.com, auf der Nutzer ihren Husten aufzeichnen, und entwickelte maschinelle Lernalgorithmen für sein Gerät.

«Ich habe mein Wissen über künstliche Intelligenz (KI) auf Youtube erworben. Man kann alles im Internet finden», erzählt Elias. «Und so viele globale Probleme können mit KI gelöst werden!», schwärmt er. Dies ist nicht das erste Mal, dass er an einer KI-Anwendung arbeitet. «Letztes Jahr habe ich ein autonomes Gewächshaus entwickelt, das in der Lage ist, den Wasserbedarf und den Gesundheitszustand der Pflanzen zu beurteilen», erzählt er. Die 1000 Dollar, die er bei Regeneron gewonnen hat, will Elias für die Markteinführung seiner Diagnosebox verwenden. «Das Gerät ist einfach durch 3D-Druck herzustellen und ich möchte es in Zusammenarbeit mit einem Universitätsprofessor perfektionieren.»

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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