Rooney lässt tief blicken – «Ich habe wohl etwas zu viel Alkohol gehabt»

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Rooney lässt tief blicken«Ich habe wohl etwas zu viel Alkohol gehabt»

Heute erscheint Wayne Rooneys Biografie. Der 26-jährige ManU-Stürmer erzählt von den Gefahren einer langen Sommerpause und der Spiegelsucht von Cristano Ronaldo.

Wayne Rooney ist derzeit in aller Munde. Nicht etwa, weil er auf dem Fußballplatz für Furore sorgt. Der englische Nationalspieler laboriert noch immer an einer tiefen Fleischwunde im Oberschenkel rum und wird wohl erst Ende September wieder spielen. Nicht so schlimm – so hat Rooney wenigstens genug Zeit für all die Pressetermine, welche die Veröffentlichung seiner am 13. September erschienenen Biografie mit sich bringt.

«Wayne Rooney – My Decade In The Premier League» heißt sie und verspricht «echte Einblicke» in die tägliche Trainingsarbeit, die Umkleidekabine und in die Seele eines Ausnahmefußballers. Seine größte Angst: «Ich könnte in der Form meines Lebens sein, und dann, eines Tages, könnte ein einziges schlimmes Foul meine Karriere beenden. Es wäre dann einfach vorbei. Ich möchte selbst entscheiden, wann ich mit dem Fußballspielen aufhöre, nicht irgendein Physio oder der Fuß eines Gegners.»

Rooneys Kampf mit den Pfunden

Auch Rooneys größte Problemzone kommt zur Sprache: das Gewicht. Der 76-fache englische Nationalspieler erzählt, wie er einmal nach der Sommerpause am ersten Tag der Vorbereitung auf die Waage stand und bemerkte, dass er sieben Pfund zugenommen hatte. «Schon wenn ich nur eine Woche nicht trainiere, habe ich zwei, drei Pfund mehr drauf, aber als ich diesmal zum ersten Trainingstag zurückkam, war ich geschockt. Doch dann erinnerte ich mich: Ich hatte wohl ein paar alkoholische Getränke zu viel gehabt.»

Das Fett bringt Rooney jeweils nicht mehr so schnell weg. «Ich bin stämmig. Ich bin nicht wie Ryan Giggs, der nur aus Knochen und dünnen Muskeln besteht. Ich nehme leicht zu. Als Stürmer sollte ich eigentlich die ganze Zeit trainieren. Vielleicht wäre das anders, wenn ich ein Innenverteidiger wäre. Ich könnte mich ein bisschen verstecken, ein paar Sprints weniger machen und damit durchkommen.»

«Wazza, lässt du dir einen Pferdeschwanz wachsen?»

Seine Haartransplantion beleuchtet Rooney so: «In einem Fußballklub kann alles zur Zielscheibe für schlechte Scherze werden. Neue Schuhe? Verarscht. Neue TV-Werbung? Verarscht. Haar-Transplantation? Verarscht. Ich machte in der Kabine die Ankündigung: ‹Ich lasse eine Haartransplantation machen, wenn ich im Sommer weg bin.› Sie verarschten mich natürlich trotzdem. ‹Ey, Wazza›, rief jemand. ‹Lässt du dir einen Pferdeschwanz wachsen?› Als ich zur Vorbereitung auf die neue Saison zurückkehrte, duschte ich, zog mich an, und wenn ich in den Spiegel schaute, sah ich zum ersten Mal seit Jahren vollen Haarwuchs.»

Doch Rooney schreibt in seiner Biografie nicht nur über sich, auch seine Teamkollegen werden in die Mangel genommen. Allen voran der Ex-ManU-Flügel Cristiano Ronaldo kommt gar nicht gut weg. Rooney schreibt, dass in der Garderobe des Old Trafford ein Spiegel hing und Ronaldo nicht aufhören konnte, sich darin zu betrachten. «Er sagte mir, dass er an keinem Spiegel vorbeigehen könne, ohne sich darin zu betrachten.» Auch im Tunnel zum Spielfeld gab es einige Spiegel. «Cristiano schaute sich auch dort noch immer ein paar Minuten an.»

«Messi ist der Beste aller Zeiten»

Und Rooney zieht weiter über Ronaldo her: «Er hatte immer das Ziel, der Beste zu werden und arbeitete verzweifelt an diesem Ziel.» Geschafft hat er es in Rooneys Augen nicht. «Lionel Messi ist der Beste aller Zeiten», antwortet der 26-jährige Stürmer in einem Video-Interview auf seiner Facebook-Seite auf die Frage, ob Ronaldo oder Messi der bessere Fußballer sei.

«Wie Messi spielt und seine Tore erzielt, das ist einfach spektakulär», so Rooney. «CR7», der sich zuletzt bei seinem derzeitigen Klub Real Madrid nicht mehr allzu geliebt fühlt, wird das natürlich gar nicht gerne hören.

(L'essentiel Online/pre)

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