Mysteriöse Tweets – «Ich werde wohl nicht mehr viel länger leben!»

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Mysteriöse Tweets«Ich werde wohl nicht mehr viel länger leben!»

Auf 50 Cents Twitter-Account sind erschreckende News aufgetaucht. Seine Fans sind in Sorge und fühlen mit ihrem Helden. Ist er selbstmordgefährdet oder gar krank?

Wann werden wir wohl Fifty wieder auf der Bühne sehen?

Wann werden wir wohl Fifty wieder auf der Bühne sehen?

Keystone/Walter Bieri

«Sich bewusst zu sein, dass das Leben kurz ist, ist nicht gleich suizidal. Mir ginge es gut, wenn ich heute Abend sterben würde. Ich habe mich um alle Leute gekümmert, die sich um mich gekümmert haben, als ich dazu nicht selbst fähig war.» In den letzten Tagen häufen sich Tweets wie dieser auf dem Twitter-Account von 50 Cent. Verständlich, wenn man bedenkt, was er in der letzten Zeit durchgemacht hat. Insbesondere die Fans sind in grosser Sorge: «Ich fühlte deinen Schmerz mit!»

Streit mit Plattenlabel

Seine muskilaische Karriere verlief während des letzten Jahres eher schleppend. Dies wohl aufgrund der Streiterein, die er mit seinem Plattenlabel «Interscope» hat. «Ich habe alles Vertrauen in mein Team verloren. Ich habe nichts mehr zu sagen und ich möchte meine Musik nicht promoten.» Bereits im Juni 2011 kündigte der Rapper via Twitter an, dass es dieses Jahr wohl nichts mehr werde mit neuer Musik. Der Streit ging sogar so weit, dass er am 31. Dezember 2011 auf Twitter um einen neuen Plattenvertrag bettelte. Sein Kollege Eminem leitete die Nachricht sofort an den Produzenten Dr. Dre weiter. Vielleicht findet der Musiker dort, was er sucht.

«Ich bin ehrlich, ich denke nicht, dass ich noch länger leben werde, weshalb ich auch meine Street-King Bewegung begann. Ich will mehr Bedeutung erlangen im Leben anderer Menschen», twitterte 50 Cent am 2. Januar. «Street King» ist ein Wohltätigkeitsprojekt, das er startete, um hungernden Kindern Essen verteilen zu können. Er produzierte Energy-Shots, deren Kauf für einen guten Zweck ist. Innerhalb von fünf Jahren möchte er damit eine Milliarde hilfsbedürftiger Menschen erreichen. Auch die Fans sind von Fiftys Engagement begeistert: «Ich liebe deine Tatkraft, deine positive Denkweise und deine Motivation! Weiter so! Du redest nicht nur, sondern tust etwas», twittern diese auf seinem Account.

Aufbruch zu neuen Ufern

Fifty wurde also zum Wohltäter und möchte mehr im Leben, als nur Hip-Hop machen. Er ist genervt von der Vermarktung der Musik und dem Einmischen der Politiker, wie er selbst auf Twitter erklärt: «Musik machte mir so viel Spass. Jetzt, wo die Leute und Politiker sich einmischen, ekelt es mich nur noch.» Deshalb wendet er sich auch neuen Projekten zu. Nebst dem Street-King Projekt will er einen Film produzieren. Der Todesgedanke, den er aufgreift, darf also wohl eher als Imagewandel verstanden werden.

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