Tod im Kleingarten – «Ich wollte einfach nur meine Ruhe haben»

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Tod im Kleingarten«Ich wollte einfach nur meine Ruhe haben»

TRIER - Im Streit um Rasenmäherlärm soll ein Trierer seinen Nachbarn erschossen haben. Er habe den Tod des Rentners nicht gewollt, sagte der Angeklagte zum Prozessauftakt.

Monika Hölzmer, Witwe des bei einem Nachbarschaftsstreit erschossenen Mannes, vor ihrem Kleingarten in Trier. Hinter ihr hängt ein Holzkreuz, das an den Toten erinnert.

Monika Hölzmer, Witwe des bei einem Nachbarschaftsstreit erschossenen Mannes, vor ihrem Kleingarten in Trier. Hinter ihr hängt ein Holzkreuz, das an den Toten erinnert.

DPA

Im Prozess um einen erschossenen Kleingärtner in Trier hat der wegen Totschlags angeklagte 61-Jährige vor dem Landgericht Trier seine Tat bereut. «Dass alles so gekommen ist, tut mir unendlich leid», hieß es in einer persönlichen Erklärung, die zum Prozessauftakt am Donnerstag von seinem Anwalt verlesen wurde. «Ich würde so gerne alles ungeschehen machen.» Er habe seinen Nachbarn in der Kleingartenkolonie nicht töten wollen. Er habe sich von dem 68-Jährigen bedroht gefühlt. «Ich wollte einfach nur meine Ruhe haben», sagte er.

Die Anklage wirft dem Maurer vor, den Nachbarn Anfang März erschossen zu haben. Auslöser sollen mehrere Rasenmäher gewesen sein, die der Angeklagte im März auf seinem Grundstück laufen ließ. Das spätere Opfer habe sich gestört gefühlt und mit einer Holzlatte auf die Mäher eingeschlagen. Daraufhin soll der 61-Jährige ein Gewehr aus seiner Laube geholt und dem 68-Jährigen in die Brust geschossen haben. «Dabei nahm er den Tod des Nachbarn billigend in Kauf», sagte Staatsanwalt Eric Samel. Das Opfer starb kurz danach an inneren Verletzungen.

Die Männer waren seit Jahren zerstritten. «Man war so verbittert, dass sich daraus eine Eigendynamik entwickelt hat», sagte der Anwalt des Angeklagten, Andreas Ammer. Die Streitigkeiten kamen schon mehrfach vor Gericht: Der 61-Jährige wurde bereits 2012 wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt, weil er mit Pflastersteinen geworfen hatte. Der Prozess ist bis zum 7. Oktober terminiert.

(L'essentiel/dpa)

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