Département Meurthe-et-Moselle: Identität der Toten von Mont-Saint-Martin weiter unklar – Tattoos veröffentlicht

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Département Meurthe-et-MoselleIdentität der Toten von Mont-Saint-Martin weiter unklar – Tattoos veröffentlicht

MONT-SAINT-MARTIN – Noch ist unklar, um wen es sich bei dem Opfer handelt und wieso die Frau sterben musste. Der Staatsanwalt schloss Verbindungen ins Rotlichtmilieu nicht aus.

von
Yannis Bouaraba
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Die Leiche wurde hinter einem verlassenen Gebäude entdeckt.

Die Leiche wurde hinter einem verlassenen Gebäude entdeckt.

Vincent Lescaut

Vincent Lescaut

Vincent Lescaut

Vier Tage nach dem Fund einer nackten und enthaupteten Frauenleiche hat der Staatsanwalt von Nancy, François Pérain, am Freitag die ersten Erkenntnisse der Ermittlungen veröffentlicht. Die zwischen 20 und 35 Jahre alte Frau konnte noch nicht identifiziert werden. Ebenso sei die Todesursache noch unklar. «Die Identifizierung des Opfers ist unser oberstes Ziel», so Pérain.«Ohne den Kopf, ein wesentliches Element, können wir die Todesursache nicht bestimmen. Das Opfer könnte an dieser Stelle tödlich verletzt worden sein». Das Opfer sei mit aller Sicherheit nicht an der Stelle zerstückelt worden, wo der 16-Jährige es gefunden hat.

Die Autopsie, die am Freitagnachmittag durchgeführt wurde, habe keine Spuren von sonstigen Verletzungen oder sexueller Gewalt ergeben. Der Tod soll innerhalb von 24 Stunden vor dem Auffinden des Körpers eingetreten sein. Bei Spuren unter ihrer Brust handele es sich nicht um Narben von Brustimplantaten. Die Justiz hat inzwischen die Bilder von zwei Tätowierungen des Opfers veröffentlicht. Das erste in der rechten Leistengegend besteht aus dem Schriftzug «Kiko», der von Sternen umgeben ist. Das zweite, auf dem unteren Rücken, zeigt einen Dolch und eine Rose.

Viele Theorien stehen im Raum, Staatsanwalt François Pérain wollte sich auf keinen Hauptermittlungsansatz festlegen. Dass es sich um Mord an einer Prostituierten handeln könnte, schloss er jedoch nicht aus. «Die Leiche wurde nicht versteckt. Alles deutet darauf hin, dass der oder die Täter versucht haben, die Leiche so schnell wie möglich loszuwerden», sagte er. Er gehe davon aus, dass die Ermittlungen länger dauern werden.

Betraut mit dem Fall ist die Kriminalpolizei in Metz unter Kommissar Antoine Baudant. Rund zehn Ermittler sind für die Untersuchung im Einsatz, zudem steht die französische Polizei in Verbindung mit ihren belgischen und luxemburgischen Kollegen.

Keine Verbindung zu der Leiche in Moyeuvre-Grande

Ein Dorn im Auge ist Baudant die Verbreitung der Bilder der Leiche. Sie behinderten die Ermittlungen. «Das kostet uns Zeit», erklärte er. Zahlreiche Anrufe gingen dadurch bei der Polizei ein, die alle untersucht werden müssten, sich aber nie als seriös erwiesen. «Schaut euch die Bilder nicht an, löscht sie», mahnte er.

Staatsanwalt Pérain räumte die Gerüchte über einen angeblichen Serienmörder aus der Welt: Bei dem Toten, dessen verwesende Leiche am vergangenen Donnerstag im Wald von Moyeuvre-Grande gefunden wurde, sei die Todesursache wahrscheinlich Selbstmord. Sein Tod soll bereits im Juni eingetreten sein und der fehlende Kopf und Zustand der Leiche durch Wildtiere verursacht sein.

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