Luxemburg: ILR-Institut feiert 25 Jahre im Dienst der Verbraucher
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LuxemburgILR-Institut feiert 25 Jahre im Dienst der Verbraucher

LUXEMBURG – Vor genau 25 Jahren wurde das Luxemburgische Regulierungsinstitut gegründet. Im Mittelpunkt stehe weiterhin das Interesse der Verbraucher.

Luc Tapella ist der Direktor des ILR.

Luc Tapella ist der Direktor des ILR.

Eric Devillet

Vor 25 Jahren war das ILR (Luxemburgisches Regulierungsinstitut) ins Leben gerufen worden. Als Ziel hatte sich die Vereinigung damals die Öffnung der Märkte in der Telekommunikation und die Vergabe von radioelektrischen Frequenzen gesetzt. Seither haben sich sowohl das ILR als auch die Märkte weiterentwickelt. «Damals gab es in jedem Wirtschaftsgebiet ein historisches Unternehmen», erinnert sich Luc Tapella, Direktor des ILR. «Unsere Rolle bestand darin, einen Markt zu erstellen, der weiteren Wirtschaftsakteuren die Möglichkeit geben sollte, sich hierzulande niederzulassen», erklärt er. Nach der Telekommunikation übernahm das ILR auch die Kontrolle des Strommarktes, der Postdienstleistungen im Jahr 2000 und des Erdgasmarktes 2001.

Heute verwaltet das ILR insgesamt sechs Gebiete – unter anderem den Strommarkt und die Transporte. Im Mittelpunkt stehe weiterhin das Interesse der Verbraucher. Diese sollten die Wahl haben und «von attraktiven Preisen und qualitativ hochwertigen Dienstleistungen» profitieren können. Heute hat sich die Anzahl der Anbieter in Luxemburg deutlich erhöht – mit insgesamt 20 Strom- und etwa 30 Postdienstleistungsanbietern.

«Den Verbraucher besser informieren»

Das ILR blickt nun in die Zukunft und soll nicht wie in anderen Ländern als Aufsichtsbehörde, sondern als Bindeglied zwischen Anbietern und Verbrauchern betrachtet werden. Außerdem soll der Verbraucher von dem Know-How des ILR und dessen Expertise in den unterschiedlichen Wirtschaftsgebieten profitieren können. «Wir werden uns weiter bemühen, den Zugang zu den Märkten zu garantieren», so Tapella. Dabei solle der Verbraucher «noch mehr im Mittelpunkt» stehen.

Neben checkmynet.lu und calculix.lu, sollen noch weitere Tools zur Verfügung gestellt werden, um jeweils die Qualität des Internetanschlusses zu testen und Strom- und Gasangebote zu vergleichen. Der Verbraucher soll außerdem über eine neue digitale Plattform besser über die Dienstleister und deren Servicequalität informiert werden. «Unser Ziel ist, dass der Verbraucher – indem er sich für einen Anbieter entscheidet – sich dessen bewusst ist, wofür er sich entscheidet, gut informiert ist und über alle Informationen verfügt, um seine Wahl zu treffen», so Tapella.

(jw/L'essentiel)

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