Bettemburg – Im Altenheim stehen die Zeichen auf Streik

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BettemburgIm Altenheim stehen die Zeichen auf Streik

BETTEMBURG - Die Gewerkschaft OGBL will den Sozialplan in der Senioreneinrichtung «An de Wisen» nicht akzeptieren. Die Personalvertreter bereiten sich auf einen Streik vor.

«Wir hoffen, dass die Direktion zur Räson kommt und an den Verhandlungstisch zurückkehrt», sagt OGBL-Vertreterin Nora Back.

«Wir hoffen, dass die Direktion zur Räson kommt und an den Verhandlungstisch zurückkehrt», sagt OGBL-Vertreterin Nora Back.

Editpress/Fabrizzio Pizzolante

Die Gewerkschaft OGBL stemmt sich gegen Kündigungspläne eines Altenheims in Bettemburg. Insgesamt sollen 66 von 205 Stellen in der Einrichtung «An de Wisen» abgebaut werden. «Donnerstagmorgen saßen wir noch in den Schlichtungsverhandlungen mit den Direktion, die uns erklärte, sie wären bereit am Mittag weiterzudiskutieren», erklärt OGBL-Vertreterin Nora Back. «Um 15 Uhr geben sie dann einen Sozialplan bekannt. Das ist ein Mangel an Respekt gegenüber den Prozeduren und diese Art der Dialogführung ist inakzeptabel.»

Die Direktion rechtfertigt den Sozialplan mit sinkenden Einnahmen. Der Fehlbetrag in der Bilanz habe seit 2012 an die 2,5 Millionen Euro erreicht. Das Seniorenheim mit 146 Bewohnern wird von der Sodexo-Gruppe verwaltet. Die Direktion argumentiert, dass der Weiterbestand der Einrichtung gefährdet sei, wenn keine Stellen abgebaut werden. Nur 33 von 107 Angestellte akzeptierten nämlich, dass ihnen gewisse Vorteile gestrichen werden. Das reiche nicht aus, um die gewünschten Einsparungen zu erzielen. Der OGBL ist mit dieser Version allerdings nicht zufrieden. «Es gibt noch Millionen Euro an Reserven. Aber die Sodexo asbl hat das Geld an die Sodexo SA verliehen, die international 20 Milliarden Euro Umsatz erzielt.»

Streik wird vorbereitet

Laut Angaben der Gewerkschaftsvertreterin sei es «unvorstellbar, dass in einer Branche Stellen gestrichen werden, die durch die Solidarität aller ins Gleichgewicht gebracht wird. Wir haben gekämpft und die Rücknahme des Sozialplans bei der Hëllef Doheem erreicht, wir werden das selbe für ‹An de Wisen› schaffen.»

Die nächste Etappe in dem Konflikt ist der 18. Februar, wenn festgestellt wird, dass die Schlichtungsverhandlungen gescheitert sind. «Wir werden danach weiterhin Streikmaßnahmen vorbereiten. Die Leute sind sehr stark geblieben, sie werden während des Streiks zeigen, dass sie sich nicht übers Ohr hauen lassen. Wir hoffen, dass die Direktion zur Räson kommt und mit den Worten an den Verhandlungstisch zurückkehrt.»

(jw/L'essentiel)

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