Luxemburger Tennisstar – «Im dritten Satz wurde ich stinksauer»

Publiziert

Luxemburger Tennisstar«Im dritten Satz wurde ich stinksauer»

LUXEMBURG — Gilles Muller hat gegen Malek Jaziri nach einem harten Kampf bei den Australian Open die dritte Runde erreicht. Nun wartet der Spanier Pablo Carreño Busta.

Gilles Muller hofft am Freitag auf eine Leistungssteigerung.

Gilles Muller hofft am Freitag auf eine Leistungssteigerung.

AFP/William West

L'essentiel: Sie sind bei dem Australian Open in die dritte Runde eingezogen. Das Spiel endete aus Ihrer Sicht 7:5, 6:4, 6:7, 3:6 und 6:2. Wie haben Sie dieses Mammut-Match gegen Malek Jaziri erlebt?
Gilles Muller: Es war wirklich alles andere als angenehm. Ich habe kein gutes Tennis abgeliefert und hatte teilweise das Gefühl, dass es mir an Selbstvertrauen fehlt. Wenn man solche Spiele gewinnt, bringt einen das nach vorne. Ich hoffe, dass ich davon schon am Freitag profitieren kann.

Sie haben eine langwierige Verletzung hinter sich und sind noch nicht wieder in Topform. Woran hapert es derzeit?
Ich habe einfach noch keinen Rhythmus. Manchmal fühle ich mich auf dem Platz etwas verloren und mache bei einfachen Bällen Fehler. Das nagt schon an einem, aber ich wollte unbedingt hier in Melbourne antreten.

Wie erklären Sie sich, dass Sie den dritten Satz im Tie-Break abgeben mussten?
Ich habe einige blöde Fehler gemacht. Dadurch wurde ich stinksauer, was mich zusätzlich abgelenkt hat. Der vierte Satz hätte mir beinahe das Genick gebrochen. Deshalb bin ich heilfroh, dass ich im fünften Satz so zurückgekommen bin.

Wie fühlen sie sich nach diesem auch körperlich anstrengenden Match?
Nicht sehr frisch. Ich musste lange nicht mehr über fünf Sätze gehen. Besonders nicht bei solcher Hitze. Aber ich habe vor der dritten Runde noch etwas Zeit, um mich zu erholen.

Was erwartet Sie dort gegen Pablo Carreño Busta?
Er ist Elfter der Weltrangliste und spielt auf allen Belägen hervorragendes Tennis. Vor drei Jahren habe ich ihn bei den Australian Open geschlagen, aber das ist lange her. Ich glaube aber, dass es machbar ist.

(Nicolas Martin/L'essentiel)

Deine Meinung