Junger Kurde – «Im Irak wäre mein Leben in Gefahr»

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Junger Kurde«Im Irak wäre mein Leben in Gefahr»

LUXEMBURG – Seit mehr als zwei Jahren wartet ein junger Iraker darauf, zu erfahren, ob er weiter in Luxemburg bleiben kann oder nicht. Und fürchtet seitdem die Abschiebung.

18 Jahre war Sirwan (Name von der Redaktion geändert) alt, als er aus dem Irak nach Luxemburg floh. Acht Jahre ist das nun her und zwischenzeitlich hat sich der junge Kurde mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten – und sich integriert. Heute zählt er sogar einen luxemburgischen Polizisten zu seinen Freunden.

Noch keine Entscheidung getroffen

Ende 2009 ist seine Duldung ausgelaufen, doch Sirwan stellte erneut einen Antrag, um das Aufenthaltsrecht zu verlängern. Doch von Seiten der Behörden herrscht Stille. Seitdem fürchtet der junge Mann panisch, ausgewiesen zu werden. «Im Irak wäre mein Leben in Gefahr», sagt er. «Dort würden sie mich mit einer Kugel umbringen, hier tun sie das mit einem Kugelschreiber». Hinzu kommt, dass Sirwan unter körperlichen Beschwerden leidet. Doch in seiner derzeitigen Situation ist es ihm nicht möglich, sich behandeln zu lassen.

Das Immigrationsministerium versichert, dass sich die Politik im Hinblick auf die Ausweisung von Irakern nicht geändert habe. Der Antrag von Sirwan auf Aufenthaltsrecht sei noch in der Bearbeitung. Somit sei noch keine Entscheidung getroffen und auch kein Abschiebeprozess in Gang gesetzt worden… zumindest noch nicht.

L’essentiel Online/Séverine Goffin

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