Covid in Luxemburg – Im Juni enden die Pandemie-Hilfen für Unternehmen
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Covid in LuxemburgIm Juni enden die Pandemie-Hilfen für Unternehmen

LUXEMBURG – Die Regierung plant, die Kurzarbeit und die Beihilfen zur Konjunkturbelebung in Pandemie-Zeiten innerhalb von fünf Monaten auslaufen zu lassen.

20160901. Reportage chez Hein (fabrique de fours).
Photo Julien Garroy / Editpress

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Editpress/Jgarroy

Die Kurzarbeit und die Beihilfen für die von der Pandemie betroffenen Sektoren werden voraussichtlich im Juli 2022 auslaufen. Dies betrifft das Hotel- und Gaststättengewerbe (Hotels, Bars und Restaurants), Diskotheken, die Veranstaltungsbranche und das Cateringgewerbe.

Dies teilten die Minister Gorges Engel, Frank Fayot und Lex Delles am Dienstag mit, «unter der Voraussetzung, dass bis dahin keine weiteren Lockdowns oder andere restriktive Maßnahmen ergriffen werden». «Wir wollen den Unternehmen genügend Zeit geben, um sich auf die Zeit nach der Pandemie anzupassen», betonte Wirtschaftsminister Franz Fayot.

Was die Kurzarbeit betrifft, so wird die Regierung den Prozentsatz der von ihr übernommenen Arbeitsstunden schrittweise senken. Zur Erinnerung: Bars und Restaurants können bis Ende Februar beantragen, dass 25 Prozent der Arbeitsstunden vom Staat bezahlt werden, das Hotelgewerbe 50 Prozent, Diskotheken sogar zu 100 Prozent. «Ab Juli 2022 kann Kurzarbeit nur noch von Industrieunternehmen beantragt werden, wie vor der Pandemie», stellt Franz Fayot klar.

1,2 Milliarden Euro für Kurzarbeit

Die gleiche Logik der schrittweisen Senkung wird für die Beihilfe zur Wirtschaftsförderungsbeihilfe (1200 Euro pro Arbeitnehmer) und die Beihilfe für nicht gedeckte Kosten (100 prozentige Berücksichtigung der Betriebskosten) gelten. Erstere wird im März/April nur noch 1000 Euro pro Arbeitnehmer und im Juni 500 Euro betragen. «Wenn ein Arbeitnehmer nicht mehr in Kurzarbeit ist, kann das Unternehmen für ihn keine Wirtschaftsförderungsbeihilfe mehr beantragen», erläutert Lex Delles, Minister für Mittelstand und Fremdenverkehr.

Seit Beginn der Krise hat der Staat 1,2 Milliarden Euro für Kurzarbeit gezahlt, und zwar an mehr als 15.000 Arbeitgeber mit 160.000 betroffenen Arbeitnehmern. Unter Berücksichtigung des zwischen März und Juni 2020 eingeführten Systems der Vorschüsse mit Rückzahlung wurden 785 Millionen Euro tatsächlich ausgezahlt. «97,95 Prozent der Beträge wurden zurückgezahlt», stellt Arbeitsminister Georges Engel fest.

(ol/L'essentiel)

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