Luxemburg-Stadt – Im Nationalstadion soll «der Ball endlich rollen»
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Luxemburg-StadtIm Nationalstadion soll «der Ball endlich rollen»

LUXEMBURG – Bei einem Testspiel am Mittwoch soll das neue «Stade de Luxembourg» auf Herz und Nieren getestet werden. Nach Angaben der Stadt ist die Arena einsatzbereit.

Es ist angerichtet: Das neue Nationalstadion ist bereit für die Generalprobe.

Es ist angerichtet: Das neue Nationalstadion ist bereit für die Generalprobe.

L'essentiel/Lucas Hochstein

Das «Stade de Luxembourg» hat sich am Freitagnachmittag in Topform präsentiert. Hauptstadt-Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) hatte zum Rundgang durch das neue Wohnzimmer der «Rout Léiwen» geladen. Gemeinsam mit Sportminister Dan Kersch (LSAP) stellte sie dabei das neue Logo der Arena vor. Beiden Politikern waren Freude und Stolz über den Abschluss der Arbeiten anzusehen. Am Mittwoch soll die Arena bei einem Testspiel auf Herz und Nieren getestet werden – Dann entscheidet sich, ob die Uefa das Stadion abnimmt. Im Frühjahr hatte der Fußballverband noch sein Okay versagt: Die technische Infrastruktur sei nicht einsatzbereit, hatte es geheißen.

Sie habe es nicht selbst überprüft, sagte Polfer, sei aber zuversichtlich, dass die Probleme behoben seien. Auch Sportminister Kersch ist von der neuen Arena überzeugt: «Es ist an der Zeit gewesen, dass ein modernes Land wie Luxemburg endlich ein zeitgemäßes Stadion bekommt.» Sein Ministerium hatte mit einer Finanzierungszusage über 40 Millionen Euro den Bau des Stadions mit ermöglicht. An den Unterhaltskosten für das 76 Millionen Euro teure Stadion werde man sich ebenfalls beteiligen, erklärte Kersch, schließlich sei das Nationalstadion auch so was, wie eine «nationale Visitenkarte».

Heiliger Rasen

Luxemburgs Fußball hat also endlich seine neue Kathedrale. Das besondere Heiligtum: der Rasen. Der war an diesem Freitag für alle tabu: «Infektionsgefahr!» Von der Straße könnten Verunreinigungen in das «heilige Grün» hereingetragen werden und diesen in Gefahr bringen. Eine erneute Diskussion über den Rasen, wie beim vorletzten Auftritt von Cristiano Ronaldos Portugiesen, das will man im Großherzogtum vermeiden.

Auch von den viel gescholtenen «Holzhäusern» ist im Stadion nichts mehr zu sehen. Es ist also angerichtet für das erste richtige Spiel der «Rout Léiwen», das am 1. September angesetzte Heimspiel in der WM-Qualifikation. Der Gegner heißt Aserbaidschan. Ob und wenn ja wie viele Fans auf den rot-weiß-blauen Sitzschalen Platz nehmen können, hängt auch von der Corona-Lage im September ab.

Die Drehkreuze für die Zuschauer waren an diesem Freitag jedenfalls noch im Dornröschenschlaf. Mit etwas Glück drehen sie sich im September für die Fans und die Spieler blicken auf dem Weg auf den wertvollen Rasen nicht nur auf leere Ränge.

(hoc/L'essentiel)

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