Neue Regeln – Im Saarland gilt nun 2G-Plus im Außenbereich

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Neue RegelnIm Saarland gilt nun 2G-Plus im Außenbereich

SAARBRÜCKEN – Bei der Quarantäne wird gelockert, in der Gastronomie verschärft. Ab Freitag gelten im Saarland neue Corona-Maßnahmen – zum Teil überraschende.

Die Landesregierung unter Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) verschärft die Regeln für die Außengastronomie. (Archivbild)

Die Landesregierung unter Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) verschärft die Regeln für die Außengastronomie. (Archivbild)

DPA/Oliver Dietze

Im Saarland treten neue Corona-Regeln zur Quarantäne am heutigen Freitag in Kraft. Auf der Grundlage der Beschlüsse von Bund und Ländern vom 7. Januar sieht eine angepasste Verordnung vor, die Quarantäne für Kontaktpersonen und die Isolierung Infizierter zu verkürzen und zu vereinfachen.

Demnach sind dann Kontaktpersonen ohne Symptome von der Quarantäne ausgenommen, wenn sie eine Auffrischungsimpfung haben oder ihre Grundimmunisierung (in der Regel zweimal geimpft) weniger als drei Monate zurückliegt. Auch Genesene, deren positives PCR-Testergebnis jünger als drei Monate ist, müssen künftig nicht mehr in Quarantäne.

Für alle Übrigen enden in der Regel Isolation oder Quarantäne nach zehn Tagen, wenn sie sich nicht vorher «freitesten» lassen. Das geht frühestens nach sieben Tagen. Bei Schülern und Kindern über drei Jahren in Kindertagesbetreuung ist das «Freitesten» fünf Tage nach der «Absonderung» möglich. Auch hier gilt: Sie dürfen keine Symptome haben. Die neue Corona-Verordnung im Saarland gilt bis 28. Januar.

2G-Plus im Gastronomie-Außenbereich

Ab Freitag greift zudem die 2Gplus-Regel in Außenbereichen der Gastronomie. Das heißt: Zutritt haben dort nur geboosterte Personen sowie zweifach Geimpfte oder Genesene mit negativem Testergebnis.

Vor einer Woche waren auf der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) «bundeseinheitliche Regeln» verabschiedet worden, darunter 2G-Plus für die Innengastronomie. Während diese Regel im Saarland schon vorher galt, kündigte Bayern nach der MPK an, doch bei 2G zu bleiben. Im Saarland sorgt die jetzige Verschärfung in der Branche für Unverständnis. «Politik muss auch in Krisenzeiten berechenbar bleiben!», wird Frank C. Hohrath, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Saar in der «Saarbrücker Zeitung» zitiert. Ministerpräsident Hans (CDU) habe nach der MPK versichert, dass sich im Land durch deren Beschluss nichts ändere.

Neu ist laut Gesundheitsministerium auch, dass Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besucherinnen und Besuchern untersagt sind. Und: Um Einlasskontrollen in Geschäften und Betrieben zu vereinfachen, kann ein Betreiber oder ein beauftragter Dritter für mehrere Händler die Einhaltung der Nachweispflicht kontrollieren und das beispielsweise durch Armbändchen für Kunden deutlich machen.

(mei/L'essentiel/dpa)

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