Nach 250 Jahren – Im Saarland ist Schicht im Schacht

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Nach 250 JahrenIm Saarland ist Schicht im Schacht

SAARBRÜCKEN - Die letzten 12000 Tonnen Steinkohle werden am Freitag im Saarland über Tage gebracht. Dann ist das Kapitel Bergbau im Saarland nach 250 Jahren zu Ende.

Symbolisch hatte zum Ende des Bergbaus im Saarland das Kabinett unter Tage getagt, hier Vize-Regierungschef Heiko Maas und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Symbolisch hatte zum Ende des Bergbaus im Saarland das Kabinett unter Tage getagt, hier Vize-Regierungschef Heiko Maas und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.

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Im Saarland wird am Freitag um 10.30 Uhr zum letzten Mal Steinkohle gefördert. Von Ensdorf aus soll dann ein Zug noch einmal 1200 Tonnen zum Kraftwerk Fenne bringen. Das einzige noch verbliebene Bergwerk in der Region wird mit Ende des Monats Juni dichtgemacht.

Zeitweise hatten 65 000 Menschen in den Bergwerken an der Saar gearbeitet und bis zu 16 Millionen Tonne Steinkohle jährlich gefördert. Das Ende der rund 250-jährigen Bergbaugeschichte im Saarland wird am Samstag feierlich begangen.

1200 Bergleute müssen umziehen

Nach Schließung des letzten Bergwerks werden noch 1200 Bergleute von der Saar in Nordrhein-Westfalen weiterarbeiten, bevor auch dort 2018 die letzte Zeche schließt. Wegen der weltweiten Konkurrenz ist die Kohleförderung in Deutschland immer unrentabler geworden, der Bergbau blieb nur durch hohe Subventionen am Leben.

Im Saarland steht die Politik nun vor der Aufgabe, etwa 2500 Hektar ehemaliger Bergbauflächen wirtschaftlich anders zu nutzen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

(L'essentiel Online/dpa)

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