Kriminalität: Immer mehr Fahrradläden in Luxemburg werden von Dieben geplündert

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KriminalitätImmer mehr Fahrradläden in Luxemburg werden von Dieben geplündert

LUXEMBURG – Seit mehreren Wochen kommt es in Fahrradläden im Großherzogtum zu Diebstählen. Auch auf der belgischen Seite der Grenze kennt man das Problem, betroffen sind mittlerweile drei Geschäfte.

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Louise Grandjean / Frédéric Lambert

Der Fahrraddiebstahl im Großherzogtum nimmt zu, und leider findet das Phänomen Nachahmer. In Weiswampach, im äußersten Norden des Landes, wurde das «Bikerun» Ende September überfallen. «Zunächst kam eine Einzelperson, um die Lage auszukundschaften und hat versteckt gefilmt», so der Geschäftsleiter, der seine Aussage mit Fotos belegt. «Dann kamen sie und haben sich den Außenbereich angeschaut. Das Ergebnis: eine aufgebrochene Tür und 20 fehlende Fahrräder».

In den sozialen Medien fallen in den letzten Wochen vermehrt ähnliche Posts ins Auge. Mitte August etwa schrieb der «Giant Store De Vëlosatelier», in Steinfort: «Am 14. August, gegen 2.30 Uhr, drangen die Einbrecher mit einem Auto in den Laden ein und nahmen 18 Fahrräder mit, im Gesamtwert von 50.000 Euro», so der Eigentümer des Ladens, Philippe Hutmacher. Das entspricht im Wesentlichen dem, was Fréderic Vancaeynest, der Eigentümer des «VF BIKE» in der belgischen Gemeinde Arlon, zu berichten hat: «In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den vierten September, hat man uns sechzehn Fahrräder im Gesamtwert von 70.000 Euro gestohlen».

«Alle Fahrräder haben eine Rahmennummer»

Aufgrund der zunehmenden Fahrraddiebstähle wünschen sich die Geschäftsbetreiber, mit denen wir gesprochen haben, verstärkte Sicherheitsmaßnahmen. Betonblöcke vor der Tür, neue Alarmsysteme und immer mehr Kameras. Außerdem gibt es immer konkretere Pläne, die im Geschäft verkauften Fahrräder via GPS zu orten. «Ein neues Projekt, mit dem wir die Räder besser wiederfinden können», so Fréderic vom «VF BIKE». Auf der großherzoglichen Seite ist man weniger zurückhaltend, vom «Vëlosatelier» heißt es: «Das System ist bereits bestellt».

Ob sich die gestohlenen Fahrräder schnell auf dem Schwarzmarkt in Umlauf bringen lassen? Die beiden Verkäufer meinen dazu: «Der Verkauf ist nicht leicht, da alle Fahrräder eine Rahmennummer haben». Die wiederum sei nicht leicht auszutauschen, weil bei den Einbrüchen häufig 15 bis 20 Fahrräder mitgenommen würden. Das wiederum mache es praktisch unmöglich, die Räder in der Großregion zu verkaufen.

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