In Rheinland-Pfalz – Immer mehr Frauen gehen Tiere jagen
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In Rheinland-PfalzImmer mehr Frauen gehen Tiere jagen

RHEINLAND-PFALZ - Das Schießen und Erlegen von Wildtieren galt lange als Männerdomäne. Doch allmählich erobern Jägerinnen die Reviere – auch in Rheinland-Pfalz.

1500 Fraun in Rheinland-Pfalz besitzen einen Jagdschein.

1500 Fraun in Rheinland-Pfalz besitzen einen Jagdschein.

DPA

Die Jägerzunft wird weiblicher: Immer mehr Frauen in Rheinland-Pfalz machen einen Jagdschein. Der Landesjagdverband zählte für dieses Jahr um die 19.000 Mitglieder, davon seien knapp 1500 oder 8,2 Prozent Frauen. Bundesweit ist der Anteil der Jägerinnen mit 10 Prozent noch etwas höher, wie der Sprecher des Landesverbands, Günther Klein, sagte. Vor 20 Jahren habe die Zahl der Frauen unter den Jägern in Deutschland noch bei einem Prozent gelegen.

Der Bundesjagdverband hat auf seiner Internetseite Daten zur durchschnittlichen Jägerin gesammelt: Sie ist um die 36 Jahre alt und lebt häufig in der Stadt. Mehr als die Hälfte ist ledig. Als Motivation für ihr Hobby nennen Jägerinnen wie Jäger den Wunsch, mehr Zeit in der Natur zu verbringen.

Schwierige Prüfung

Für viele spielt auch die Ernährung eine Rolle: Jäger, die gerne Wild essen, wüssten immer, woher das Tier stamme, sagte Klein. In Deutschland besaßen im Jahr 2014 nach Angaben des Bundesjagdverbandes rund 370.000 Menschen einen Jagdschein. Im Vorjahr waren es noch etwa 360.000 gewesen.

Um den Schein zu bekommen, werden Anwärter mehrere Monate in einer Kreisjägerschaft ausgebildet. Sie begleiten einen Mentor auf die Jagd, trainieren wöchentlich das Schießen und pauken Waffenrecht, Jagdrecht, Tierarten und Krankheitsbilder. Am Ende folgt ein praktischer und ein theoretischer Test. «Und die haben es in sich», sagte Klein. «Die kann man nicht mal so nebenbei machen.»

(dpa/L'essentiel)

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