Betrugsmasche – Immobilienbetrug in Luxemburg aufgedeckt

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BetrugsmascheImmobilienbetrug in Luxemburg aufgedeckt

LUXEMBURG – Nach mehr als 1000 erstatteten Anzeigen in Frankreich führte die Polizei gestern einen Einsatz durch. Unter anderem in Düdelingen.

Ermittler der Polizei durchsuchten gestern die Büros in der Route de Kayl 113 in Düdelingen.

Ermittler der Polizei durchsuchten gestern die Büros in der Route de Kayl 113 in Düdelingen.

Editpress

Die französischen und luxemburgischen Behörden waren der Firma «FLA Consulting» schon seit einiger Zeit auf den Fersen. Die Firma war zuerst in Luxemburg-Stadt ansässig, danach in Howald und schlussendlich in Düdelingen. Sie arbeitet vom Großherzogtum aus, mit Hilfe eines Teams von Telefonverkäuferinnen. Die Mission dieser Verkäuferinnen war es «Kunden» zu finden, die ihre Immobilie in Frankreich dringend verkaufen wollten. FLA Consulting benutzte dafür verschiedene Internetseiten, mit anschaulichen Namen wie «monchoiximmo»,« storeimmo», «monsiteimmo» oder «mavisionimmo».

Eines der Opfer hat sich L’essentiel anvertraut: «Ich wurde von Mavisionimmo aus Lille angerufen. Eine Frau sagte mir, sie sei von Kunden beauftragt worden, meine Immobilie zu besichtigen. Der Termin war kostenpflichtig: 390 Euro.» Am Tag des Termins kam niemand – und das Geld war abgebucht worden, ohne eine Möglichkeit, es zurück zu bekommen. In Lille gibt es natürlich keine Firma mit dem Namen «Mavisionimmo». Fälle wie dieser, begleitet von Anzeigen, wurden in den letzten Monaten zu Hunderten von der Polizei gesammelt. Die Arbeitsmethode war immer die gleiche.

Firmenchef wurde von der Polizei verhaftet

Bis zu dem gestern organisierten Einsatz. Der vermutliche Leiter der Firma FLA Consulting soll um 6 Uhr morgens von der Polizei in Düdelingen verhaftet worden sein. Bei der folgenden Hausdurchsuchung sollen großen Mengen Bargeld gefunden worden sein. Verschiedene andere Personen, direkt oder indirekt in diesen saftigen Betrug verwickelt, wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen und verhört.

Die Hausdurchsuchungen wurden gestern in Luxemburg fortgeführt. Es werden weitere Beweise gesucht, die es erlauben sollen, den vermeintlichen Betrügern das Handwerk zu legen.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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