In Luxemburg – Immobilienpreise in neun Jahren stark gestiegen
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In LuxemburgImmobilienpreise in neun Jahren stark gestiegen

LUXEMBURG – Zwischen 2010 und 2018 sind die Preise für Häuser und Wohnungen um durchschnittlich 44,5 Prozent angestiegen.

Durchschnittlicher Anstieg der Immobilienpreise pro JahrInfogram

In Luxemburg steigen die Immobilienspreise teilweise in schwindelerregendem Tempo. Zusammen mit einem Experten der Beobachtungsstelle für Wohnraum hat L'essentiel die Preisentwicklung in sieben Gemeinden und Städten genauer unter die Lupe genommen: Luxemburg-Stadt, Esch/Alzette, Sassenheim, Mersch, Bad Mondorf, Ettelbrück und Wiltz.

«Es ist nicht die Aufgabe der Beobachtungsstelle, politische Schlussfolgerungen zu ziehen. Es zeigt sich aber, dass der Preisanstieg in der Hauptstadt mit 6,6 Prozent pro Jahr sehr hoch ist», sagt Julien Licheron von der Beobachtungsstelle.

Esch/Alzette bleibt unter Landesschnitt

Die Studie offenbart noch ein weiteres Phänomen: den Preisanstieg in Mersch. «Mit der Eröffnung der Nord-Autobahn wurde Mersch de facto zum Randgebiet der Hauptstadt», erklärt Licheron. Und das habe sich auf die dortigen Immobilienpreise ausgewirkt: Sie sind zwischen 2010 und 2018 stark gestiegen (+50,2 Prozent).

Obwohl viele Kenner des Marktes durch den Preisanstieg in Esch-Belval auch eine Erhöhung in Esch/Alzette und Sassenheim erwarteten, blieb die Teuerungsrate dort unter dem nationalen Durchschnitt (+4 Prozent pro Jahr in Sassenheim und +3,6 Prozent pro Jahr in Esch).

Ein Quadratmeter Wohnfläche kostet nach Angaben der Wohnbeobachtungsstelle nun in Sassenheim zwischen 3303 und 6.124 Euro und in der Esch/Alzette zwischen 2.710 und 5.985 Euro. In Bad Mondorf muss man zwischen 3435 Euro und 5 997 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen, was einer 36-prozentigen Erhöhung entspricht. Wiltz (+ 3,1 Prozent) und Ettelbrück (+2,1 Prozent) verzeichnen einen geringeren Anstieg, der kaum über dem der Inflation liegt.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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