Luxemburg – Immobilienpreise steigen erneut sprunghaft an
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LuxemburgImmobilienpreise steigen erneut sprunghaft an

LUXEMBURG – Innerhalb eines Jahres sind die Preise für Wohnungen und Häuser im Großherzogtum ein weiteres Mal explodiert und um 16,7 Prozent nach oben gegangen.

Die Lage einer Immobilie bestimmt auch zum Großteil ihren Preis.

Die Lage einer Immobilie bestimmt auch zum Großteil ihren Preis.

Editpress/Didier Sylvestre

Selbst die Coronakrise konnte den steilen Anstieg der Immobilienpreise in Luxemburg nicht aufhalten. Wie das Statistikinstitut Statec am Donnerstag mitteilt, sind die Preise für Wohnungen und Häuser hierzulande vom vierten Quartal 2019 zum vierten Quartal 2020 um satte 16,7 Prozent angestiegen. In den Vorjahren war die Teuerungsrate noch deutlich kleiner ausgefallen: 2019 verteuerten sich die Immobilien um 10,1 Prozent, 2018 um 7,1 Prozent und 2017 um 5,6 Prozent.

Allerdings machte sich das um sich greifende Virus bei der Zahl der Verkäufe bemerkbar, die zum zweiten Quartal um 22 Prozent zurückging. In den letzten beiden Quartalen des Vorjahres erreichen sie aber wieder Vorkrisenniveau, wie der Statec feststellt. Auf das gesamte Jahr 2020 gerechnet gingen die Verkäufe um 6,3 Prozent zurück.

1,35 Millionen für ein Haus in der Hauptstadt

Die Lage einer Immobilie bestimmt maßgeblich ihren Preis, so das Statistikinstitut weiter. So liegt der Durchschnittspreis eines Hauses im Kanton Luxemburg bei rund 1,35 Millionen Euro und damit mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnittspreis im Norden des Landes.

Bei Wohnungen hängt der Verkaufspreis pro Quadratmeter hauptsächlich vom Grundriss und der Lage ab. Im Durchschnitt ist eine im Bau befindliche Wohnung zwischen 15 und 20 Prozent teurer als eine Bestandsimmobilie vergleichbarer Größe. Außerdem sinkt der Preis pro Quadratmeter mit der Fläche des Grundstücks. Außerdem sinken die Preise für Wohnungen ganz erheblich, je weiter man sich von der Hauptstadt entfernt.

(pp/L'essentiel)

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