Coronavirus in Luxemburg – Impfpflicht-Petition knackt 4500 Unterschriften

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Coronavirus in LuxemburgImpfpflicht-Petition knackt 4500 Unterschriften

LUXEMBURG – In nur zwei Tagen hat es eine Petentin geschafft, dass ihr Text gegen die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in der Chamber diskutiert werden muss.

Im Großherzogtum wurde am Freitag eine Petition gegen die Impfpflicht freigegeben.

Im Großherzogtum wurde am Freitag eine Petition gegen die Impfpflicht freigegeben.

DPA

Innerhalb von nur zwei Tagen hat eine Petition gegen die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht, die Schallmauer von 4500 Unterschriften durchbrochen. Wenn eine öffentliche Petition diese Schwelle überschreitet, wird sie in der Abgeordnetenkammer diskutiert. Bisher wurde sie insgesamt 5570 Mal unterzeichnet (Stand: Sonntag, 16 Uhr). Sie ist noch 40 Tage zur Unterschrift offen.

Der Text mit der Nummer 1950 war erst am Freitag auf der Website der Chamber freigegeben worden. Seine Autorin, Christelle Pizzirulli, erklärt, dass «die Impfpflicht ein Hindernis für die individuellen Freiheiten und die Menschenrechte darstellt». Es müsse dem «freien Willen der Bürger überlassen werden, was sie für ihre Gesundheit tun möchten».

Zuletzt ist in zahlreichen Ländern der Druck auf Menschen gewachsen, die trotz eines Angebots noch nicht geimpft sind. In Frankreich gilt beriets für bestimmte Berufsgruppen eine Impfpflicht gegen das Corona­virus. Bei Missachtung droht eine Suspendierung ohne Fortzahlung des Lohns. Italien schreibt ab Mitte Oktober allen Beschäftigten eine Impfung oder Corona-Tests vor – sonst dürfen sie nicht zur Arbeit. Bei Missachtung drohen Strafen. In Luxemburg müssen Ungeimpfte seit dem 15. September die Coronatests aus eigener Tasche zahlen. Allerdings betonte die Regierung bereits mehrfach, dass es hierzulande nicht zu einer allgemeinen Impfpflicht kommen werde.

(L'essentiel)

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