Luxemburg: In den Krankenhäusern sind die Blutvorräte extrem knapp

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LuxemburgIn den Krankenhäusern sind die Blutvorräte extrem knapp

LUXEMBURG – Die Blutvorräte, die für die Arbeit in den luxemburgischen Krankenhäusern dringend gebraucht werden, reichen nur noch für sechs Tage. Das Rote Kreuz reagiert besorgt.

von
Nicolas Chauty
In den luxemburgischen Krankenhäusern sind die Blutreserven erschrecken knapp. (Symbolbild)

In den luxemburgischen Krankenhäusern sind die Blutreserven erschrecken knapp. (Symbolbild)

AFP

Am Mittwoch hat Anne Schumacher, Biologin und medizinische Leiterin des Blutspendezentrums in der Hauptstadt, auf die geringe Menge an Blutreserven in den Krankenhäusern aufmerksam gemacht. Laut einer Mitteilung des Roten Kreuzes reicht der Vorrat «nur für sechs Tage». Außerdem sei die Nachfrage nach Blutreserven auch im Sommer sehr hoch, da ständig Kranke und Verletzte behandelt werden müssen.

Das Rote Kreuz versucht, zum Blutspenden zu motivieren. Einfach fällt das jedoch nicht. «Viele Menschen verlassen im Sommer für mehrere Tage oder Wochen das Land», so Anne Schumacher. Hinzu kommt, dass viele Luxemburger, je nach Urlaubsland, erstmal gar kein Blut spenden dürfen. Gründe können Tropenkrankheiten, Malaria oder Ähnliches sein. Erst nach mehreren Wochen ist dann wieder eine sichere Blutspende möglich.

Spontan zur Blutspende

Die Lage ist also angespannt. Ein Grund ist die Corona-Pandemie, die die Menschen vom Blutspenden abhält. Die Vorräte haben darunter extrem gelitten. Das rote Kreuz betont aber, dass es auch spontan jederzeit möglich ist, sich im Blutspendezentrum in 42, Boulevard Joseph II in Luxemburg-Stadt zu melden, das montags, dienstags und freitags von 8 bis 16 Uhr sowie mittwochs und donnerstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Noch mehr Informationen findet man auf der Website dondusang.lu oder unter der Telefonnummer 2755-4000.

Das Rote Kreuz ruft zur Blutspende auf. (Symbolbild)

Das Rote Kreuz ruft zur Blutspende auf. (Symbolbild)

AFP

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