In Luxemburg – In der Arbeitswelt gibt es kein Hitzefrei
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In LuxemburgIn der Arbeitswelt gibt es kein Hitzefrei

LUXEMBURG - Die Arbeitgeber im Großherzogtum sind verpflichtet, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen. Eine Regelung für hohe Temperaturen gibt es aber nicht.

Die ITM empfehlt den Arbeitgebern ihre Mitarbeiter mit genügend Wasser zu versorgen.

Die ITM empfehlt den Arbeitgebern ihre Mitarbeiter mit genügend Wasser zu versorgen.

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Die Hitzewelle, die im Moment durch das Land rollt, macht nicht nur dem Menschen, sondern auch den Betrieben zu schaffen. Umso mehr ist das der Fall, wenn die Arbeitsbedingungen für die Angestellten besonders schwierig sind und durch die hohen Temperaturen ihre Gesundheit auf dem Spiel steht.

Auch wenn es am Arbeitsplatz sehr heiß werden sollte, sind die Angestellten zunächst einmal dazu verpflichtet, ihren Vertrag einzuhalten und ihre Arbeit zu machen. «Es gibt keine Regelung, die bestimmt ab welcher Minimal- oder Maximaltemperatur ein Arbeitnehmer seine Stelle verlassen darf – egal ob er im Freien oder drinnen eingesetzt wird», betont Claude Santini von der Gewerbeinspektion (ITM).

Möglichkeiten bei unzureichendem Schutz

Aufgrund der fehlenden Rechtsgrundlage, könne die ITM nur darauf hinweisen, dass die Arbeitgeber jedoch dazu verpflichtet sind, die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten. «Das heißt, dass Arbeiter zum Wetter passende Kleidung tragen dürfen, sie mit genügend Wasser versorgt werden müssen, einen Ventilator gestellt bekommen oder ihre Arbeitsstunden angepasst werden», erklärt Santini.

Wenn ein Arbeitnehmer schlecht vor der Hitze geschützt sein sollte, kann er dies mit der Personalvertretung seines Betriebs oder direkt mit seinem Arbeitgeber besprechen. Sollte sich dennoch nichts an seiner Situation ändern, kann der Fall auch der ITM gemeldet werden. «Unsere Vertreter werden dies dann mit dem Arbeitgeber besprechen», so Santini.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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