Protestkundgebung – In der Luxemburger Sozialbranche brodelt es
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ProtestkundgebungIn der Luxemburger Sozialbranche brodelt es

LUXEMBURG - Die Gewerkschaften OGBL und LCGB rufen am 4. Juni zu einer Protestkundgebung für die 21.000 Beschäftigten des Pflege- und Sozialsektors auf.

Nora Back (OGBL) und Céline Conter (LCGB) stellten die Forderungen der Angestellten aus dem Sozial- und Gesundheitssektor vor.

Nora Back (OGBL) und Céline Conter (LCGB) stellten die Forderungen der Angestellten aus dem Sozial- und Gesundheitssektor vor.

L'essentiel

Sie betreuen Menschen in Kindertagesstätten, Jugendhäusern, Altenheimen und Spitälern: Die 21.000 Privatbeschäftigten der Luxemburger Gesundheits- und Sozialbranche erfüllen jeden Tag wichtige Aufgaben. Doch die Stimmung unter den Angestellten ist angespannt – denn die Krankenschwestern, Pfleger und Sozialpädagogen müssen seit über einem Jahr auf eine angekündigte Gehaltserhöhung warten. Jetzt kommt aber wieder Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen.

Die Kritik der Belegschaft: Die Vereinbarungen über die Reform im öffentlichen Dienst, die im März 2015 getroffen wurden, sind bisher nicht in die Kollektivverträge des Gesundheits- und Pflegesektors eingeflossen. Dazu gehören eine Gehaltserhöhung mit einer Einmalprämie von 0,9 Prozent und ein Anstieg des Indexwerts um 2,2 Prozent, ebenso wie eine Reorganisation und Neubewertung der Berufslaufbahnen.

Protestdemo am 4. Juni

«Was fehlt ist ein Gesamtpaket, das diese Änderungen ermöglicht», sagt die Zentralsekretärin vom «Syndicat Santé, Services sociaux et éducatifs» des OGBL, Nora Back. «Dieses Paket muss für jeden Beschäftigten einzeln berechnet werden – unter Berücksichtigung der Laufbahn und des Dienstalters. Mit der Berechnungsmethode, wie sie die Arbeitgeber anwenden, sind wir nicht einverstanden», sagt Back.

Die Gewerkschaften OGBL und LCGB rufen daher für den 4. Juni, 11 Uhr, zu einer Protestkundgebung auf der Place Clairefontaine in der Hauptstadt für die Mitarbeiter des Luxemburger Spitalsverbands (FHL) und des Pflegesektors (SAS) auf. Am 10. Mai wollen die Gewerkschaften Broschüren an Passanten vor der Chamber verteilen und dem Parlamentspräsidenten ihre Positionen deutlich machen.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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