Para Sport: In Luxemburg finden wieder die Paralympic Days statt

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Para SportIn Luxemburg finden wieder die Paralympic Days statt

LUXEMBURG – Dieses Wochenende kann man auf dem Kirchberg Sportler mit Handicap kennenlernen und in Aktion erleben. Niklas Kimmlingen ist einer der Athleten und hat mit uns über die Welt seines Sports gesprochen.

von
Tom Vergez
Das Luxembourg Paralympic Committee organisiert die Paralympic Days.

Das Luxembourg Paralympic Committee organisiert die Paralympic Days.

L'essentiel

Am 29. Und 30. Oktober finden im Rehazenter auf dem Kirchberg die Paralympic Days statt. Hier kann jeder – egal ob jung oder alt, sportlich oder unsportlich, mit oder ohne Behinderung – vorbeikommen, um an einer Sportentdeckungstour teilzunehmen und sich von Sportfachexperten, LPC-Athleten sowie ausländischen Stargästen die paralympischen Sportarten erklären zu lassen. Organisiert wird das Ganze vom Luxembourg Paralympic Committee (LPC).

Die Besonderheit in diesem Jahr ist, dass die Besucher die Para Sportler der verschiedensten Disziplinen kennenlernen und sie in Aktion sehen können. Einer davon Niklas Kimmlingen. Der 26-jährige Deutsche leidet seit seiner Geburt an einer Wirbelsäulenfehlbildung und spielt seit sechs Jahren für die Lux Rollers, den luxemburgischen Verein für Rollstuhlbasketball. «Meine Eltern haben mich schon mit zum Training genommen, als ich noch ganz klein war. Damals wusste ich auch nicht, ob es noch andere Sportarten gab, die ich ausprobieren könnte.»

«Man muss Menschen mit Behinderungen zeigen, was möglich ist»

Die größte Hürde auf dem Weg zum Spitzensport sei der Kauf eines Rollstuhls. In den Vereinen stehen zwar für Anfänger oft welche zur Verfügung, aber die seien nie wirklich geeignet. «Man muss sehen, dass man sich dann schnell eigene Ausrüstung anschafft, die gut passt und stabil ist und auf Schnelligkeit ausgelegt ist», so Kimmling. Er habe sich mit 12 oder 13 Jahren seinen ersten Rollstuhl für 8500 Euro gekauft.

Der ehemalige deutsche U19-Nationalspieler freut sich darauf, an diesem Wochenende andere Disziplinen kennenzulernen und seine Erfahrungen zu teilen. «Es ist wichtig, die Geschichten der anderen zu hören», betont er. Man kann Tipps und Tricks für den Alltag austauschen. Außerdem hält der Athlet es für wichtig, Sichtbarkeit zu schaffen, wo es nur geht: «Man muss anderen Menschen mit Behinderung einfach zeigen, was im Sport eigentlich alles möglich ist.»

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