Sparmassnahmen – In Luxemburg werden weniger Busse fahren

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SparmassnahmenIn Luxemburg werden weniger Busse fahren

LUXEMBURG - Die Sparmaßnahmen der Regierung stellen auch die RGTR Buslinien auf den Prüfstand. Aber es gibt noch eine Galgenfrist.

Das Busnetz RGTR bedient den Großteil der Gemeinden in Luxemburg. Foto: Pierre Matge

Das Busnetz RGTR bedient den Großteil der Gemeinden in Luxemburg. Foto: Pierre Matge

Auf den Straßen des Landes fahren gut 450 RGTR-Linien. Ein Netz, das in der Zukunft dünner werden könnte. Grund ist das Sparpaket der Regierung, genauer gesagt Maßnahme Nummer 238. Die sieht vor, «RGTR-Linien mit geringer Auslastung einzustellen». Auf diese Weise sollen 1,2 Millionen Euro gespart werden.

«Es geht nicht darum, einzelne Orte zu isolieren, sondern darum, das Bestehende zu rationalisieren», erklärt Thierry Nothum, Generalsekretär des luxemburgischen Verbands der Busunternehmen (FLEAA). Doppelungen von Bus- und Zugverbindungen sollen vermieden werden. Die RGTR-Linien werden von privaten Betreibern in einem Konzessionsvertrag mit dem Staat betrieben. Der Vertrag läuft bis 2018, kann aber angepasst werden. «Das ist keine Entscheidung, die uns beunruhigt. Für uns geht es nicht darum, so viel wie möglich zu verdienen, sondern so gut wie möglich die öffentlichen Gelder zu verwalten», betont Thierry Nothum.

Fahrgastzahlen sollen zwei Jahre lang überprüft werden

Bevor der Rotstift kommt, soll das bestehende Netz geprüft werden. «Eine Auswahl an Bussen wird mit einer automatischen Fahrgastzählung ausgestattet», sagt Danny Frank, Sprecherin des Infrastrukturministeriums. Die Studie über die Busnutzung soll in zwei Jahren abgeschlossen sein.

«Das Einstellen einer Linie bewirkt, dass eine andere, die es braucht, stärker genutzt wird», erklärt Frank Dany. Die Ministeriumssprecherin fügt hinzu, dass «das Budget für den öffentlichen Transport jedes Jahr erhöht» werde.

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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