Etienne Schneider – «Index-Modell wird nicht ewig Bestand haben»
Publiziert

Etienne Schneider«Index-Modell wird nicht ewig Bestand haben»

LUXEMBURG – Das Großherzogtum verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Grund sind auch die hohen Personalkosten. Wirtschaftsminister Schneider zweifelt daher am Index.

Etienne Schneider ist der Meinung, dass eine Infragestellung der automatischen Lohnindexierung bei den Wahlen 2014 ein wichtiges Thema sein wird.

Etienne Schneider ist der Meinung, dass eine Infragestellung der automatischen Lohnindexierung bei den Wahlen 2014 ein wichtiges Thema sein wird.

L'essentiel

Drei Plätze gegenüber dem Vorjahr verliert Luxemburg im Ranking der Wettbewerbsfähigkeit, das aus verschiedenen internationalen Indikatoren zusammengesetzt ist. Unter den 27 EU-Staaten landet Luxemburg auf dem elften Platz.

Schuld am Verlust von Wettbewerbsfähigkeit sind laut Wirtschaftsminister Etienne Schneider vor allem drei Faktoren: die schlechte CO2-Bilanz, hauptsächlich bedingt durch den Tanktourismus, die hohe Anzahl an Beschäftigungsmaßnahmen aufgrund der Wirtschaftskrise und die hohen Personalkosten.

Der Index auf dem Prüfstand

Schneider sprach abermals die automatische Lohn-Indexierung als Schlüsselproblem an: «Das Luxemburger Modell wird nicht ewig Bestand haben können.» Auch wenn in der laufenden Legislaturperiode kein Änderungen am Index-Mechanismus geplant seien, so werde das Thema sicher im Wahlkampf eine große Rolle spielen.

Etienne Schneider sagte auch, dass die luxemburgische Wirtschaft sich neu erfinden müsse. Das aktuelle Modell müsse hinterfragt werden.

(L'essentiel Online)

Deine Meinung