Ebola Epidemie – Infizierte US-Helfer werden ausgeflogen

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Ebola EpidemieInfizierte US-Helfer werden ausgeflogen

Bereits zwei Helfer aus den USA haben sich mit dem tödlichen Virus angesteckt. Nach dem amerikanischen Arzt Kent Brantly soll am Dienstag nun auch eine infizierte US-Missionarin in ihre Heimat geflogen werden.

Der liberianische Informationsminister Lewis Brown sagte am Sonntag, der Flug sei für den frühen Dienstag kurz nach Mitternacht geplant. Ebenso wie Brantly wird Nancy Writebol nach Atlanta ausgeflogen, um in einer Spezialklinik der US-Großstadt behandelt zu werden.

Brantly traf am Samstag in den USA ein und wird im Emory-Universitätsspital bereits versorgt. Sowohl er als auch die Missionarin hatten für Hilfsorganisationen in einem liberianischen Spital gearbeitet, in dem Ebola-Infizierte behandelt wurden.

Rückführung löste in USA Besorgnis aus

In der Emory-Klinik wurde vor zwölf Jahren ein auf die gefährlichsten Erreger der Welt spezialisiertes Team ins Leben gerufen. Die Rückführung der beiden Infizierten löste in der US-Bevölkerung Besorgnis aus, der in Westafrika seit Monaten wütende tödliche Virus könne sich nun auch in den USA ausbreiten. Ärzte des Spitals und Experten für Infektionskrankheiten versicherten indes, es bestehe keinerlei Risiko für die Bevölkerung.

Ebola zählt zu den tödlichsten auf der Welt bekannten Krankheiten. Das Virus löst eine infektiöse Fiebererkrankung aus, die von Blutungen begleitet wird. Es gibt kein Heilmittel, mindestens 60 Prozent der Infizierten sterben. Seit dem jüngsten Ausbruch in den westafrikanischen Ländern Liberia, Guinea und Sierra Leone im Frühjahr infizierten sich bislang mehr als 1300 Menschen, mindestens 729 starben bisher daran.

(L'essentiel / pat/sda)

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