«Witz» mit Folge – Influencerin muss Bali wegen Fake-Maske verlassen

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«Witz» mit FolgeInfluencerin muss Bali wegen Fake-Maske verlassen

Wegen eines geposteten Videos, das sie mit einer aufgemalten Maske in einem Supermarkt auf Bali zeigt, sitzt Leia Se (25) bereits wieder in einem Flugzeug Richtung Moskau.

Die russische Influencerin Leia Se (25) hatte auf der indonesischen Insel Bali entgegen aller Regeln einen Supermarkt mit einer aufgemalten blauen Gesichtsmaske betreten. Später posteten sie und ihr Freund Josh Paler Lin ein Video von der Aktion, was Polizei und Behörden auf den Plan rief. Diese haben jetzt auch entschieden: Die 25-Jährige wird nach Russland abgeschoben.

Die junge Frau werde mit einer Maschine der Airline Garuda Indonesia nach Moskau geflogen, berichtet «Radar Bali». Ihr Partner, der aus Taiwan stammende Youtube-Star Josh Paler Lin, der die Szene filmte und veröffentlichte, darf hingegen auf Bali bleiben. «Unseren Ermittlungen zufolge war nur Leia schuldig», sagte der Chef der Einwanderungsbehörde, Jamarulu Manihuruk.

«Die Menschen hier kämpfen verzweifelt darum, einen Weg aus der Pandemie zu finden»

Lin hat allein auf Youtube mehr als 3,4 Millionen Abonnenten. Zusammen mit seiner Freundin postet er häufig Prank-Videos, in denen er Menschen einen Streich spielt. Nun aber hat das Paar nicht nur nach Meinung der Regierung von Bali die zulässigen Grenzen überschritten: Als Leia Se vor einem Supermarktbesuch bemerkte, dass sie keine Corona-Schutzmaske dabei hatte, malte ihr Freund ihr diese kurzerhand ins Gesicht – in hellblau mit weißen Bändchen. Dann gingen beide einkaufen und filmten die Shoppingtour.

Als das Video im April viral ging, schritt die Polizei ein und beschlagnahmte die Pässe der beiden. Eine Lokalpolitikerin sagte, sie habe kein Mitleid für Menschen, die über Covid-19 Witze machten. «Die Menschen hier kämpfen verzweifelt darum, einen Weg aus der Pandemie zu finden», erklärte Niluh Djelantik. Die bei Urlaubern in aller Welt beliebte Insel Bali leidet extrem unter dem fehlenden Tourismus.

(L'essentiel/DPA/gux)

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