Studentenmesse 2014 – Inspiration auf dem Weg in die Karriere

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Studentenmesse 2014Inspiration auf dem Weg in die Karriere

LUXEMBURG - An über 150 Ständen können sich am Donnerstag und Freitag Luxemburger Schüler über Studiengänge und Berufe informieren.

Auf den ersten Blick hat die diesjährige Studentenmesse nichts an Beliebtheit eingebüßt. Im letzten Jahr wurden rund 12.000 Besucher registriert - und auch jetzt scheinen es nicht weniger zu sein. Bei 174 Ständen mit 213 Ausstellern, darunter 91 Hochschulen, kamen am Donnerstag etliche Schüler des Großherzogtums in die Hauptstadt, um sich auf dem Weg in die Karriere inspirieren zu lassen. Bis Freitag ist die Messe geöffnet.

Für manche der Besucher war das Angebot sogar zu reichhaltig. «Es gibt so viele Möglichkeiten in so vielen Ländern. Ich weiß noch gar nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll», sagt die 17-jährige Kim. Sarah ist da schon etwas weiter: «Man sollte sich zuallererst für das Land und den Studienbereich entscheiden. Dann wird alles einfacher.» Für die 18-Jährige ist klar: Sie will Lehrerin werden.

Bedarf in der Gesundheitsbranche

Eine breite Palette von Berufen und Studiengängen ist auf der Messe vertreten. Vom Finanzmarkt über öffentliche Dienstleistungen, Kultur, Rechtswissenschaft bis hin zur Landwirtschaft. Innerhalb dieser Gebiete hat das Gesundheitswesen einen besonderen Stellenwert. Lediglich 2295 Schüler wählten in den Jahren 2013 und 2014 Kurse in diesem Bereich. In Anbetracht der hohen Nachfrage für viele Berufe in diesem Sektor in Luxemburg seien das unzureichende Zahlen, heißt es von den Ausstellern der Branche.

«Es herrscht eine gewisse Ignoranz gegenüber bestimmter Berufe. Viele junge Menschen interessieren sich zum Beispiel für Medizin, aber nicht für die Berufe Krankenschwester oder Pfleger, bei denen der Bedarf am größten ist. Wir versuchen zu erläutert, wie wichtig der menschliche Kontakt für Patienten ist und wie unwahrscheinlich es ist, mit dieser Ausbildung keine Arbeit zu finden», erläutert Maly Godert, Lehrerin an der LTPES, der Fachschule für Gesundheitsberufe.

Das sehen auch die Schüler auf der Messe ein. «Es stimmt schon, dass es anspruchsvoller ist, leidende Menschen direkt zu behandeln, als es von einem Computer aus zu tun», glaubt auch die 17-jährge Fabienne. Und Aurélie (17) meint, dass es für die Medizin etliche Studien und Massen an Informationen gebe. Über die anderen Gesundheitsbesuche sei aber viel weniger bekannt. Das schrecke einige ab. Vielleicht kann ja die Studentenmesse Abhilfe schaffen.

( Thomas Holzer)

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