Instagram: Instagram will Eltern bessere Überwachung minderjähriger Nutzer ermöglichen
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InstagramInstagram will Eltern bessere Überwachung minderjähriger Nutzer ermöglichen

Das Online-Netzwerk Instagram will es Eltern oder Vormunden erleichtern, die Aktivitäten ihrer minderjährigen Kinder zu überwachen.

Das Online-Netzwerk Instagram will es Eltern oder Vormunden erleichtern, die Aktivitäten ihrer minderjährigen Kinder zu überwachen.

Das Online-Netzwerk Instagram will es Eltern oder Vormunden erleichtern, die Aktivitäten ihrer minderjährigen Kinder zu überwachen.

LMD

Das Online-Netzwerk Instagram will es Eltern oder Vormunden erleichtern, die Aktivitäten ihrer minderjährigen Kinder zu überwachen. Die neuen Instrumente sollten «Privatsphäre und Unabhängigkeit» junger Menschen wahren, aber gleichzeitig Eltern «teilhaben lassen», sagte Clotilde Briend vom Instagram-Mutterkonzern Meta am Dienstag. Unter anderem soll es Eltern möglich sein, Apps zu blockieren und zu sehen, was das Kind auf einem anderen Gerät ansieht.

Um die Überwachung der Konten zu ermöglichen, können Eltern oder Vormunde ihren minderjährigen Kindern künftig eine entsprechende Anfrage schicken. Zur Aktivierung ist eine Zustimmung der Minderjährigen erforderlich. Die neuen Funktionen sollen bis Ende Juni in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Japan, Kanada, den USA und Australien freigeschaltet – und bis Ende des Jahres auch im Rest der Welt verfügbar sein.

Eltern sollen unter anderem die Möglichkeit erhalten, auf die Kontaktliste der Kinder zuzugreifen, ihre tägliche Bildschirmzeit auf eine Dauer zwischen 15 Minuten und zwei Stunden zu beschränken oder Pausen einzuplanen. Die Minderjährigen können ihrerseits den Eltern Inhalte melden, die gegen die Regeln von Instagram verstoßen, etwa wegen Hassbotschaften oder Nacktheit.

Meta wehrt sich gegen Vorwürfe

Instagram wird häufig vorgeworfen, zu wenig für den Schutz minderjähriger Nutzer zu tun. Im Herbst 2021 hatte Frances Haugen, eine frühere Angestellte von Facebook – wie der Instagram-Mutterkonzern Meta damals noch hieß – interne Dokumente geleakt, denen zufolge die Führungsebene des Konzerns Risiken insbesondere für die geistige Gesundheit von Mädchen wegen der Konfrontation mit weiblichen Schönheitsidealen bewusst in Kauf genommen hatte.

Meta hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen, Konzernvertreter wurden aber mehrfach vom US-Kongress und von Kinderschützern dafür kritisiert. Die Video-Plattform Tiktok, der wichtigste Konkurrent von Instagram, hatte vergangene Woche neue Funktionen vorgestellt, die die Bildschirmzeit minderjähriger Nutzer beschränken sollen.

(AFP)

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