In Luxemburg – Integration der Syrer «wird Zeit brauchen»
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In LuxemburgIntegration der Syrer «wird Zeit brauchen»

LUXEMBURG – Im Zentrum Heliar sind 46 Flüchtlinge aus Syrien untergebracht. Die neun Familien sind über die Türkei ins Großherzogtum gekommen.

Die 46 Syrer, die Anfang Mai in Luxemburg ankamen, könnten nicht weniger entwurzelt sein: Sie sind vor einem Konflikt geflohen, der mehr als 310.000 Menschen getötet hat und vor dem 3,9 Millionen Menschen auf der Flucht sind. «Die Integration wird Zeit brauchen», sagte ein Beamter des luxemburgischen Amtes für Aufnahme und Integration (Office luxembourgeois de l'accueil et de l'intégration, OLAI). Die Behörde ist für die Aufnahme dieser neun Familien verantwortlich.

Die Familien sind im Zentrum Heliar in Weilerbach untergebracht, wo sie einen oder mehrere Räume zur Verfügung haben. Alle können Vollpension erhalten. Personen, die einen Anspruch auf das garantierte Mindesteinkommen (RMG) haben, erhalten einen Vorschuss, sobald der Antrag gestellt ist. Zudem hat jeder 100 Euro für «kleine tägliche Ausgaben» erhalten.

Unterkunft stellt Problem dar

Die Frage der Bildung für die Kinder konnte schnell geklärt werden: Kinder unter 13 Jahren wurden in der Grundschule von Weilerbach aufgenommen. Die Jugendlichen haben gerade ihren Schulbesuch in der Hauptstadt begonnen.

Bleiben noch Wohnung und Arbeit, zwei wesentliche Faktoren für eine erfolgreiche Integration. «Wir hoffen, dass wir sie vor dem Ende des Sommers unterbringen können. Aber angesichts der Wohnungssituation in Luxemburg wird das nicht einfach», sagte der Leiter der OLAI. Den Erwachsenen werden Französisch-Sprachkurse angeboten, um ihnen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu geben.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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