Im Theater – Isabelle Huppert kommt als Phädra nach Luxemburg

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Im TheaterIsabelle Huppert kommt als Phädra nach Luxemburg

LUXEMBURG/PARIS – Isabelle Huppert steht derzeit als gefährlich-laszive Phèdre auf der Pariser Bühne. Bald kommt der Star mit dem Stück auch nach Luxemburg.

Isabelle Huppert (63) hat als dramatische Heldin einer verbotenen Liebe das Pariser Publikum begeistert. In der Uraufführung von «Phèdre(s)» des Regisseurs Krzysztof Warlikowski, der zu den einflussreichsten Regisseuren Europas gehört, spielt sie eine moderne Phädra, die sich in ihren Stiefsohn Hippolytos verliebt. Huppert soll das Stück in der neuen Spielzeit auch auf der Luxemburger Theaterbühne spielen. Als Termine listet das Pariser Odéon Theater den 26. und 27. November, im Grand Théâtre will man aber noch nichts bekanntgeben. Huppert war zuletzt erst im vergangenen Herbst in Luxemburg: Damals stand sie nicht auf der Bühne, sondern für das Musikdrama «Souvenir» vor der Filmkamera.

In dem rund dreistündigen Stück «Phèdre(s)» greift der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski auf verschiedene Bearbeitungen der Tragödie des französischen Klassikers von Jean Racine zurück. Darunter die der britischen Dramatikerin Sarah Kane und des Frankokanadiers Wajdi Mouawad. Das Ergebnis: Eine grelle Inszenierung aus arabischem Rock, halbnackten Tanzeinlagen mit einer lasziven Isabelle Huppert.

Huppert hat in dem Stück, das am Donnerstag im Pariser Théâtre de l’Odéon uraufgeführt wurde, ihre Paraderolle einer Frau zwischen Liebe, Leidenschaft und Selbstzerstörung gefunden. Für Warlikowski stand die Schauspielerin bereits in der Neuinterpretation von Tennessee Williams'Drama «Endstation Sehnsucht» auf der Bühne. «Phèdre(s)» ist in Paris noch bis zum 13. Mai zu sehen.

(sop/L'essentiel/dpa)

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