Plagiats-Vorwürfe – Ist Helene Fischers Megahit geklaut?
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Plagiats-VorwürfeIst Helene Fischers Megahit geklaut?

«Atemlos durch die Nacht» ist ihr größter Ohrwurm. Doch nun könnte der Song Helene Fischer mächtig Ärger machen. Die Melodie soll von Johnny Cashs Tochter geklaut sein.

Noch vor ein paar Jahren war Schlager meist etwas für das ältere Publikum. Nur die Corega-Tabs-Fraktion unter den Zuschauern hörte sich diese Art von Musik an, frotzelten böse Zungen.

Diese Zeiten gehören definitiv der Vergangenheit an. Neue Namen mischten die Szene auf – allen voran Helene Fischer. Dank ihr laden sich sogar Hipster die Musik der 29-Jährigen auf ihr Smartphone. Den Überhit «Atemlos durch die Nacht» gibt es zudem als Remix in einer Dance-Version.

Dreifach Gold in Deutschland

Der Song war in den deutschsprachigen Hitparaden wochenlang in den Top Ten platziert. Im Mai wurde der Ohrwurm dank 450'000 verkauften Tracks in Deutschland mit dreifach Gold ausgezeichnet.

Ausgerechnet ihr größter Single-Erfolg könnte Fischer nun mächtig die Laune verderben. Die Melodie soll nämlich geklaut sein – Helenes Hitschreiberin Kristina Bach (52) habe bei niemand Geringerem als Johnny Cashs Tocher Rosanne (59) abgekupfert, so die Vorwürfe.

«Das ist rechtlich bedenklich»

In der Tat klingt «Atemlos durch die Nacht» dem Lied «Land of Dreams» sehr ähnlich. Diesen Titel komponierte die Musikerin für die Kampagne «Discover America» im Frühling 2012, die für Reisen in die USA warb.

Laut «Bild» prüfen Anwälte nun rechtliche Schritte gegen Kristina Bach. Die Chancen, recht zu bekommen, sind offenbar intakt: «Der Refrain von ‹Atemlos› ist wirklich sehr ähnlich, das ist klar rechtlich bedenklich. Im Vergleich zu dem Song von Rosanne Cash scheint mir auf jeden Fall die Grenze [...] überschritten zu sein», sagt Musikgutachter Klaus Friele der Zeitung.

Management wehrt sich

Sein Kollege Heiko Maus ist hingegen anderer Meinung: «Es gibt bei näherem Hinhören kleine melodische Unterschiede.» Bachs Manager Alexander Grob weist die Plagiatsvorwürfe vehement zurück. «Kristina Bach kannte ‹Land of Dreams› gar nicht.»

Beide Melodien – sowohl die von Fischer wie auch jene von Cash – seien an ein irisches Volkslied angelehnt. Welches gemeint ist, wollte das Management indes nicht ausführen.

So oder so ist Helene Fischer, die in der damaligen Sowjetunion als Jelena Petrowna zur Welt kam, Deutschlands erfolgreichste Künstlerin aller Zeiten. Seit 2007 erhielt die Freundin von Florian Silbereisen elf Mal Platin und 36 Mal Gold für insgesamt fünf Millionen verkaufte Tonträger.

(L'essentiel/scy )

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