Coronavirus in Luxemburg – Ist Omikron das Ende der Epidemie in Luxemburg?
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Coronavirus in LuxemburgIst Omikron das Ende der Epidemie in Luxemburg?

LUXEMBURG – Omikron ist ansteckender, aber die Verläufe sind milder. Gleichzeitig verändert sich die Situation im Gesundheitsbereich. Kann noch eine neue Variante entstehen?

Vieles deutet darauf hin, dass Omikron das Ende der Pandemie einleiten könnte. Sicher ist dies aber noch nicht.

Vieles deutet darauf hin, dass Omikron das Ende der Pandemie einleiten könnte. Sicher ist dies aber noch nicht.

«Eine endemische Krankheit», die wie eine Grippe behandelt werden muss. Die Worte des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez über die Covid-19-Pandemie machten in Europa die Runde, und einige sahen in dieser Aussage einen Wendepunkt, der das Ende der Pandemie ankündigte. Auf einer Pressekonferenz in Luxemburg betonte die von der Regierung beauftragte medizinische Expertengruppe aus Luxemburg ebenfalls den endemischen Charakter von Covid-19, der «nicht verschwinden» werde, dessen verheerende Auswirkungen jedoch durch die Forderung nach einer Impfpflicht für über 50-Jährige und Pflegepersonal bewältigt werden könnten.

Die Ausbreitung der Omikron-Variante, die in Luxemburg mittlerweile die dominante ist, führt somit «zu einem Paradigmenwechsel», stellen die Experten fest. «Omikron verursacht ein deutlich geringeres Komplikationsrisiko als die Delta-Variante, da die verursachte Infektion hauptsächlich die oberen Atemwege und in geringerem Maße die Lunge betrifft». Ungeimpfte Personen, Immunsupprimierte und sehr alte Menschen haben immer noch «ein hohes Risiko», aber der Rest der Bevölkerung scheint eher verschont zu bleiben.

« Wir haben keine Kristallkugel »

Im Klartext: Wenn sich keine schwerere Variante durchsetzt, würde die Covid-19-Epidemie für eine Mehrheit der Bewohner nur noch ein geringes Risiko darstellen, sofern die Impfung fortgesetzt wird. Dies ist das erhoffte Szenario, das jedoch je nach Auftreten neuer Varianten ungewiss bleibt. «Wir haben keine Kristallkugel und es ist nicht ausgeschlossen, dass das Virus in Zukunft wieder virulenter wird», warnt Dr. Vic Arendt, Infektiologe am CHL (Centre hospitalier de Luxembourg), und weist darauf hin, dass die geringere Virulenz, die Omikron zugeschrieben wird, auch «auf die hohe Impfrate» zurückzuführen ist.

Dr. Claude Muller, Experte für Virologie und Immunologie am LIH (Luxembourg Institute of Health), erklärt, dass das Virus umso weniger schwer ist, je höher die Übertragbarkeit ist. «Außerdem ist die Möglichkeit der Mutation des Virus nicht unendlich», fährt er fort. Anfang des Monats hatte sich die WHO besorgt über die Zunahme der Omikron-Fälle geäußert und befürchtet, dass eine gefährlichere Variante entstehen könnte. Die UN-Organisation hatte jedoch auch durch ihren Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärt, dass «2022 das Jahr sein sollte, in dem wir die Pandemie beenden».

(th/L'essentiel)

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