«Blacklist» und «Slave» – IT-Firmen misten problematische Begriffe aus

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«Blacklist» und «Slave»IT-Firmen misten problematische Begriffe aus

Bezeichnungen wie «Master» und «Slave» sind in der IT-Welt gang und gäbe. Nun sollen sie nach und nach ersetzt werden.

Software-Hersteller haben damit begonnen, ihre Begriffsbibliothek zu überdenken und auszumisten. Denn darin befinden sich bereits seit längerer Zeit Begriffe, die problematische und gar rassistische Konnotationen oder Hintergründe haben.

So haben beispielsweise die Entwickler von Googles Browser Chrome laut «Der Standard» die Bezeichnungen «Blacklist» und «Whitelist» ersetzt. Neu soll von «Blocklist» und «Allowlist» gesprochen werden. Dies soll die Konnotation, dass Schwarz etwas Schlechtes und Weiß etwas Gutes sei, aufheben. Denn auf «Blacklists» befinden sich Dinge, die von Websites blockiert werden oder nicht erlaubt sind. Auf «Whitelists» ist genau das Gegenteil zu finden.

Ebenfalls bei Google angesiedelt ist das Betriebssystem Android. Auch dort werden diese beiden Begriffe in der Programmiersprache und in den Bibliotheken durch die neuen ersetzt.

Problematisch sind auch «Master» und «Slave»

Weitere Bezeichnungen, die neu ebenfalls nicht mehr verwendet werden sollen, sind «Master» und «Slave», zu Deutsch «Herr» und «Sklave». Diese waren beispielsweise in der Programmiersprache Python und beim Browser-Hersteller Mozilla zu finden. «Master» bezeichnet hierbei einen Hauptzweig der Entwicklung, während «Slaves» Unterzweige sind. Zwar werden diese Begriffe bei Mozilla und Python bereits seit längerer Zeit nicht mehr verwendet, nun ziehen aber auch Firmen wie Microsoft nach.

Zu diesem Thema hat sich auch Nat Friedman, der CEO von Github, auf Twitter geäußert. Man arbeite daran, den Begriff «Master» in «Main» umzutaufen. Es ist aber möglich, dass dieser Prozess einiges an Zeit in Anspruch nehmen wird. Denn viele weitere externe Programme hängen sowohl bei Github als auch bei Microsoft von der bestehenden Terminologie ab. Bei der Änderung muss daher sichergestellt werden, dass alle Programme nach wie vor einwandfrei funktionieren.

(L'essentiel/dz)

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