Schneller Besuch – Italienischer Polizei-Lambo macht in Luxemburg Pause

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Schneller BesuchItalienischer Polizei-Lambo macht in Luxemburg Pause

LUXEMBURG – Schnittiger Besuch in Howald: Die italienische Polizei ist mit ihrem berühmten Streifen-Lamborghini vorgefahren. Bei einer Pizzeria, natürlich.

Prominente Gäste im Restaurant Pizzeria Rusticana in Howald: Vor der Gaststätte parken zwei italienische Polizeiautos – ausgerechnet im Parkverbot! Aber wer wird diesem Auto schon ein Knöllchen an den Scheibenwischer heften? Denn einer der Streifenwagen ist der berühmte Lamborghini Gallardo der Polizia Stradale, der Autobahnpolizei von Bologna. Zwischen der 380.000-Einwohner-Stadt und Rimini machen italienische Cops mit dem 500-PS-Gefährt Jagd auf Raser. Das außergewöhnliche Auto – ein Geschenk von Lamborghini an die Polizei (und ein äußerst gelungener PR-Gag) – macht regelmäßig in den Medien auf sich aufmerksam.

Das weiß auch Marco Biagetti, als er von L’essentiel bei seiner Pizza in Howald gestört wird. Der Verkehrspolizist ist so etwas wie der Pressesprecher der Lambo-Crew – und antwortet souverän auf neugierige Journalistenfragen. «Wir machen in Luxemburg Pause. Wir kommen von einem Polizei-Event im niederländischen Vlissingen. Polizisten aus ganz Europa haben dort ihr Equipment vorgeführt – und wir haben gezeigt, wie wir unseren Lamborghini nutzen.»

Nach zehn Minuten war erstes Foto im Netz

Nur wenige Minuten nachdem die Italiener vor der Pizzeria in Howald eingeparkt hatten, kursierte das erste Foto des populären Lambos im autoverrückten Luxemburg auf Facebook. Kein Wunder. «Es gibt nur zwei Autos wie dieses», erklärt Biagetti, eines ist auf dem Autobahnring um Rom unterwegs, das andere eben in Bologna.

Wie 19 seiner Kollegen in der Hauptstadt der Region Emilia-Romagna hat auch Biagetti ein Spezialtraining mit Werksfahrern von Lamborghini hinter sich. Denn: «Es ist nicht einfach, den Wagen zu fahren.» Nur er und die Kollegen mit der Spezialschulung dürfen den Wagen anrühren. Und auch wirklich nur dann, wenn akuter Raseralarm besteht. «Normalerweise arbeiten wir als normale Verkehrspolizisten auf der Straße.» Aber: «Natürlich macht das auch Spaß!»

(Tobias Senzig/L'essentiel)

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