Saarland – J&J-Geimpfte brauchen dritte Dosis zum Booster
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SaarlandJ&J-Geimpfte brauchen dritte Dosis zum Booster

SAARBRÜCKEN – Bisher galt im Saarland die mRNA-Zusatzdosis bei Personen, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden, als Booster-Impfung. Nun wird dafür eine weitere Dosis notwendig.

Für die Gastronomie im Saarland gilt die 2G-Plus-Regel. (Archiv)

Für die Gastronomie im Saarland gilt die 2G-Plus-Regel. (Archiv)

DPA/Bernd Wei�brod

Für alle, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson gegen Corona geimpft worden sind, gilt nun auch im Saarland: Sie sind erst nach der dritten Impfung geboostert. Nach einer ersten Impfung mit dem Vakzin Johnson & Johnson und einer zweiten Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna) gelten Personen als «grundimmunisiert» – also vollständig geimpft, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Saarbrücken mitteilte. Erst nach einer weiteren Impfung nach frühestens drei Monaten liege dann der Booster vor.

Rund 49.000 Menschen sind im Saarland im vergangenen Jahr mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft worden. Damals war damit geworben worden, dass bei dem Impfstoff ein Piks für die Grundimmunisierung ausreiche.

Hintergrund der jetzigen Anpassung sind laut Sprecher aktualisierte Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums, der Ständigen Impfkommission und des Paul-Ehrlich-Instituts. Andere Bundesländer machten es analog. Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium etwa twitterte am Dienstag: «Auch beim #Impfstoff von Johnson& Johnson bedarf es 3 Impfungen, um als "geboostert" zu gelten.»

Im Saarland sind laut Impfdashboard (Stand Mittwoch) 79,0 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. 56,5 Prozent haben demnach bereits eine Auffrischimpfung (Booster) bekommen.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Saarland sollte in den Arztpraxen am Mittwoch bei der Zahl der Impfungen gegen Corona die Ein-Million-Marke geknackt werden. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie deren Teams stemmten in der Impfkampagne «den Hauptteil der Impfungen», teilte die KV in Saarbrücken mit.

(L'essentiel/dpa)

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