Breivik vor Gericht – «Ja, ich würde es wieder machen»
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Breivik vor Gericht«Ja, ich würde es wieder machen»

Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik hat sich stolz über seine Attentate geäußert, bei denen er im vergangenen Sommer 77 Menschen umgebracht hatte.

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Breivik las mit ruhiger Stimme eine auf 13 Seiten vorbereitete Rede vor - eine Mischung aus Selbstrechtfertigung und wirren politischen Statements. Gegen Ende seines Statements forderte er seinen Freispruch.

In seinen Ausführungen am Dienstag vor dem Gericht in Oslo begründete er das Massaker damit, dass es in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg keine wahre Demokratie mehr gegeben habe. Das Volk sei beschwindelt worden. Da eine friedliche Revolution nicht möglich sei, sei Gewalt die einzige Möglichkeit. Seine Attentate würde er wiederholen, sagte der rechtsradikale Islamhasser mit ruhiger Stimme. «Ja, ich würde das wieder machen.»

Richter und Staatsanwaltschaft hörten mit versteinerter, ernster Miene zu. Zuvor hatte Breivik angegeben, seine vorbereiteten Formulierungen über sein Weltbild und seine Motive aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen im Gerichtssaal abgeschwächt zu haben.

«Keine unschuldigen Kinder»

«Das waren keine unschuldigen Kinder, aber politische Aktivisten, die für den Multikulturismus arbeiteten», sagte Breivik zu seinem Massaker in einem Jugendcamp auf der Fjordinsel Utøya. Dort hatte der Angeklagte nach eigenem Geständnis 69 Teilnehmer eines Sommerlagers kaltblütig erschossen.

Breivik verglich die sozialdemokratische Jugendorganisation AUF mit der Hitlerjugend. Richterin Wenche Elizabeth Arntzen unterbrach ihn sofort und forderte ihn auf seine Formulierungen abzuschwächen.

Angehörige beschweren sich über Breiviks Aussagen

Angehörige der Opfer des norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik haben sich über den langen Vortrag des Angeklagten beschwert. Über ihre Anwälte forderten sie Breivik am Dienstag im Prozess in Oslo auf, seine Stellungnahme abzukürzen.

Der erste Prozesstag im Video:

(L'essentiel Online/dpa)

Laienrichter ausgetauscht

Ein Laienrichter im Prozess gegen den norwegischen Massenmörder Anders Behring Breivik ist für befangen erklärt worden. Seine öffentliche Reaktion nach den Terroranschlägen im vergangenen Sommer könne «das Vertrauen in ihn als Richter schwächen», sagte Richterin Wenche Elizabeth Arntzen am Dienstag. Die komplette Geschichte gibt's hier.

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