DNA-Test – Jack the Rippers letztes Opfer wird exhumiert
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DNA-TestJack the Rippers letztes Opfer wird exhumiert

Ein britischer Autor will herausgefunden haben, wer Jack the Ripper wirklich war. Beweisen will er es mit der DNA des letzten Opfers des Massenmörders.

Um Jack the Ripper ranken sich unzählige Mythen: Hat er fünf oder gar elf Frauen getötet? Handelte es sich bei ihm um eine Person? Oder waren es mehrere Täter? Oder war er gar nur eine Erfindung der sensationslüsternen Presse? Sogar die Herkunft des Namens Jack the Ripper ist umstritten. Er soll aus den drei Ripper-Briefen stammen, die damals vom vermeintlichen Mörder an die lokale Presse geschickt wurden. Die Echtheit der Briefe ist umstritten und vielfach wird vermutet, dass der Name von der Presse fabriziert wurde, um die Auflage zu steigern. Sicher ist nur: 1888 gab es im Londoner East End eine Reihe grausamer Morde an Prostituierten.

Der britische Chirurg und Autor Wynne Weston-Davies will jetzt den Fall «Jack the Ripper» gelöst haben, wie der «Daily Telegraph» schreibt. In seinem Buch «The Real Mary Kelly» nennt er Francis Spurzheim Craig, einen abgebrannten Gerichtsreporter aus dem East End, als den Mörder. Mary Kelly soll demnach Craigs Ex-Frau Elizabeth Weston Davies gewesen sein, die Großtante des Autors. Zudem soll es sich bei ihr um das letzte Opfer Jack the Rippers handeln.

Rache an der Ex

Um von seinem eigentlichen Ziel – dem Mord an seiner Ex – abzulenken, habe der 51-jährige Craig zuvor vier andere Frauen umgebracht und die Ripper-Briefe verschickt. Als Motiv gibt Weston-Davies an, Elizabeth habe Schande über ihren Mann gebracht, weil sie wenige Monate nach der Hochzeit 1885 wieder in die Prostitution abgedriftet sei.

Später habe Craig dann Selbstmord begangen – in dem er sich die Kehle aufschlitzte. Genauso wie Jack the Ripper seine Opfer getötet hat.

Justizministerium glaubt dem Autor

Die Argumentation von Weston-Davis ist offenbar im britischen Justizministerium auf offene Ohren gestoßen. Dort will man nun erstmals eine Genehmigung ausstellen, um eines der Ripper-Opfer zu exhumieren. «Ich habe bereits Hinweise aus dem Justizministerium erhalten, dass sie bereit wären, die Genehmigung für eine Exhumierung auszustellen», sagte Weston-Davis zum «Daily Telegraph». «Es gibt noch einige Formulare auszufüllen, aber ich glaube, dass die Exhumierung ihres Körpers das Ripper-Rätsel ein für alle Mal lösen wird.»

Bevor Weston-Davis die Ausgrabung in Angriff nimmt, will er allerdings die Reaktionen auf sein Buch abwarten: «Wenn mir jemand einen stichhaltigen Beweis liefern kann, dass Mary Kelly nicht Elizabeth ist, dann bringt es natürlich nichts, fortzufahren. Ansonsten hoffe ich, dass wir die DNA erhalten können, die beweisen wird, dass meine Theorie stimmt.»

(L'essentiel/jcg)

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