Schüsse in Fentingen – Jagdunfall-Opfer muss weiter auf Prozess warten

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Schüsse in FentingenJagdunfall-Opfer muss weiter auf Prozess warten

FENTINGEN – Die Untersuchung des Jagdunfalls aus dem Herbst 2016 sind noch immer nicht abgeschlossen. Zwei Gutachten stehen noch aus.

Am 24. September 2016 saß Nathalie Moonen auf einer Terrasse in Fentingen, als sie plötzlich von einer Kugel im Gesicht getroffen wurde. Diese wurde bei einer Eberjagd in der Nähe abgefeuert. Der Schütze konnte ermittelt werden. Seine Lizenz wurde auf Lebenszeit eingezogen.

16 Monate sind seit diesem dramatischen Tag vergangen. Die Untersuchung läuft noch immer. Nach Informationen von L'essentiel sind zwei Gutachten weiterhin in Arbeit. «Im einen Papier geht es um eine medizinische Einschätzung zur Schwere der Verletzung von Frau Moonen, um auch die Tat genauer beurteilen zu können. Beim zweiten Gutachten wird die exakte Flugbahn der Kugel ermittelt, um zu klären, ob der Jäger alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat», sagt ein der Akten nahestehende Quelle, die anonym bleiben möchte.

Kein Gefühl mehr in der Unterlippe

Das Opfer Nathalie Moonen wartet weiter auf eine Verhandlung, damit es «weitergeht». Die belgische Richterin hat einige Operationen zur Rekonstruktion ihres Kiefers hinter sich. Von außen betrachtet sind die Wunden verheilt. Doch wie es innerlich in ihr aussieht, kann man nicht beurteilen.

«Die chirurgischen Eingriffe stellen meinen Kiefer nicht wieder her. Er wird durch Metallstifte zusammengehalten. außerdem habe ich mein Gefühl in der Unterlippe und am Kinn verloren. Aber ich habe gelernt, damit zu leben», sagt Moonen.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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