Drittgrößte Volkswirtschaft – Japans Zentralbank bleibt sich treu

Publiziert

Drittgrößte VolkswirtschaftJapans Zentralbank bleibt sich treu

Die japanische Notenbank erteilt allen Spekulationen eine Absage und ergreift keine neuen Maßnahmen, um das Wachstum zu stärken. Dennoch bleibt sie nicht untätig.

Strafzins für einige Einlagen bleiben bestehen: Nikkei-Anzeigetafel in Tokio. (27. April 2016)

Strafzins für einige Einlagen bleiben bestehen: Nikkei-Anzeigetafel in Tokio. (27. April 2016)

Eugene Hoshiko

Die japanische Notenbank will ihre Geldpolitik weitgehend unverändert belassen. Damit erteilte sie Spekulationen eine Absage, sie würde zur Stärkung des Wachstums der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt neue Maßnahmen ergreifen. Sie verzichtete am Donnerstag auf eine weitere Lockerung ihrer Zins- und Geldpolitik. Den Strafzins für einige Einlagen von Finanzinstituten beließ sie bei minus 0,1 Prozent.

Zugleich bekräftigten die Währungshüter ihr Programm zum Ankauf von Anleihen und Wertpapieren von jährlich 80 Billionen Yen (rund 711 Milliarden Euro). An den Börsen war zuletzt spekuliert worden, dass die Bank von Japan die Geldschleusen noch weiter öffnen könnte.

Die Notenbank beschloss allerdings ein Hilfsprogramm über 300 Milliarden Yen (rund 2,7 Milliarden Euro) für Banken, um den Wiederaufbau in den Krisengebieten im Süden des Landes zu unterstützen, wo kürzlich schweren Erdbeben erhebliche Schäden angerichtet hatten. (chk/sda/dapd)

(L'essentiel)

Deine Meinung